Am Abend vorher hatte es ja geregnet, bei angekündigter
Regenwahrscheinlichkeit von 20%. Für den Rückreisetag waren 70% vorhergesagt.
Es wird also todsicher regnen! Deshalb ändern wir die Tour der Rückreise. Statt
über Passo di Gavia und das StilvserJoch geht es auf dem kürzesten
Weg gen Norden, über die alte Brenner-Straße und dann weiter Richtung Innsbruck.
Die ersten Meter übers Sellajoch waren mit 2 Grad recht frisch. Im Gras abseits der Straße lag der Schnee ein
paar Zentimeter hoch. Aber zum Glück regnete es nicht.
Die weitere Fahrt zum alten Brenner war recht
ereignislos, nasse Straße, kein Regen und viel Verkehr.Auf dem Brenner machten
wir eine Pause, inzwischen war es warm geworden und ich zog das Thermozeug aus
der Jacke aus. Vom Brenner ging es weiter über die österreichische Bundesstraße
(oder wie die dort heißen). Der Verkehr war nervig, 80…teilweise 60. Und als es
kurz bergig wurde teilweise nur 40. Überholen brachte nicht viel, es waren
immer Fahrzeuge vor einem. Extrem nervig. Das nächste Mal nehm ich eine andere
Wegstrecke, auch wenns regnet! Den Regen gabs heute natürlich auch, halbe
Stunde warmer Nieselregen an der deutschen Grenze…und dafür die öde Strecke und
Gavia und Stilvser Joch verpasst! Von dem ganzen Elend gibt es natürlich keine Bilder!
Die Grenze nach Deutschland passierten wir ganz normal,
die Grenzkontrollen gegen die bösen Flüchtlinge wurden erst 48h später
eingeführt.
Gegen 17 Uhr kamen wir im Hotel in Südbayern an (das Navi
hatte am Morgen noch 14 Uhr versprochen). Interessant was hier in Bayern noch
als Hotel durchgeht. Zimmer im Stil der 70ger Jahre, wenigstens hatte das
Fernsehzimmer für die ganze Etage einen Flatscreen. Eine Bewertung von 7,8 bei
Booking.com ist mir ab jetzt auf jeden Fall zu schlecht!
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Lecker Fleisch |
Wenigstens hat das Abendessen geschmeckt, und die Nacht
in dem Bunker überstehen wir auch noch.
Am nächsten Morgen trennten sich unsere Wege. Sven fuhr
Richtung Stuttgart und Marc und ich nahmen die knapp 500 km Landstraßenfahrt
Richtung Thüringen und Anhalt in Angriff.
18.30 Uhr war ich dann zuhause, müde aber glücklich über
die super Woche.
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In der Nähe vom Ort Fichtelberg |
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Nur 2.200 km, letztes Jahr waren es fast 3 tkm |