Mittwoch, 17. Juni 2026

Die lange Rückfahrt

 Gestern Abend waren wir noch fleißig. Das Krad war auf dem Hänger, die Moppedsachen in der Dachbox, und bis auf die Zahnbürste war aller übriger Krempel schon im Auto.

Der Wecker klingelte uns (zum ersten Mal seit Wochen) aus dem Schlaf. In aller Ruhe frühstücken, dann die Zahnbürste schnappen und 7.29 Uhr saßen wir im Auto.

Das Wetter war prima, blauer Himmel, Sonne und 25°C – und wir sitzen in Auto und fahren nach Hause…naja hilft ja nix. Ab auf die Schnellstraße, und dann hinter Bilbao auf die Autobahn. 9.15 Uhr fuhren wir über die Grenze nach Frankreich. Wie immer der übliche Ablauf, 1 ½…2h fahren, dann Fahrerwechsel. Der eine fährt, der andere lümmelt im Beifahrersitz und ruht sich aus – so können wir recht entspannt den ganzen Tag fahren. In kleinen Pausen gibt’s ein zweites Frühstück, und dann ein Mittagessen in Form belegter Baguettes. Auch in Frankreich sind die Raststätten unverschämt teuer, deswegen hatten wir das Futter gestern schon im Supermarkt gekauft. Nur den Kaffee gabs frisch aus dem Automaten.

Wir kamen sehr gut durch, wenig Verkehr und kein Stau, und die erlaubten 130kmh fraßen die Kilometer. Gegen 3 buchte ich dann übers Handy ein Hotel  in Verdun. 20.30 Uhr kamen wir dort an. Die sehr nette Dame im B&B Hotel in Verdun hatte aber leider kein Zimmer für uns. Ich hatte zwar die Bestätigung und die Bezahlung des Zimmers via Booking, aber in ihrem Rechner war nix davon angekommen. Und sie hatte natürlich auch kein Zimmer mehr frei. Das allererste Mal, dass die Hotel-Bucherei bei Booking zu 100% schief ging.

Ist aber nicht schlimm, wie üblich in solchen Fällen rief die Dame ein anderes Hotel in der Nähe an. Nur 3 km entfernt, und ein Doppelzimmer war noch frei. Das Hotel dort war zwar nicht so gut wie das eigentlich gebuchte, aber der Parkplatz hinterm Haus war groß genug für unser langes Auto. Und sauber war es auch – wir bleiben ja nur eine Nacht.

Im Zimmer gabs dann noch ne Schnitte mit Käse als Abendbrot, und direkt danach lagen wir dann doch müde von dem langen Tag im Bettchen.

Verdun – das ist natürlich ein großer Name für geschichtsinteressierte Leute wie mich. Aber wir sind nur auf der Durchreise und müssen noch ordentlich Kilometer schrubben. Morgen ein Abstecher ins Museum ist leider nicht drinne. Aber es steht auf meiner Liste!

Die Gegend hier ist auf jeden Fall sehr schön, kaum vorstellbar das sich hier vor ~110 Jahren hunderttausende von jungen Männern jahrelang gegenseitig umgebracht haben….

 

Am zweiten Tag der Rückreise das gleiche Spiel, um 6 wecken, frühstücken und ab auf die Autobahn. 8.30 Uhr gings über die deutsche Grenze. Trotz Pfingstfreitag waren die Autobahnen nicht überfüllt, ohne große Staus konnten wir nach Thüringen fahren. Kurz vor 16 Uhr kamen wir zu Hause an.   

Mittwoch, 20. Mai 2026

Zurück zum Auto, und damit dann noch ein Ausflug an die Küste

 Nach einem sehr guten Frühstück packten wir heute das letzte Mal unser Zeug in Koffertaschen und Rolle. Inzwischen bin ich da echt geübt drinne, und ich weiß auch wo was ist ...

Der Weg zum Auto war kurz, einmal übern Berg, bissel was über ne halbe Stunde... 

Die Motorradkette macht inzwischen schon Geräusche, das in Salamanca gekaufte Kettenspray war wohl nicht so dolle, oder die Kette hat einfach so ihre Lebensdauer erreicht ... Ich werde sie daheim gleich tauschen, dann kann ich auch gleich die kürzere Übersetzung einbauen und den automatischen Kettenöler installieren...

Halb 11 waren wir beim Auto. Alles steht noch da und ist OK, da hat unsere junge rumänische Hausdame gut aufgepasst.

Wir ziehen uns rasch um, und fahren dann mit dem Auto ca 1h an die Atlantikküste. Dort steht die Kapelle Gaztelugatxe auf einer hohen felsigen Halbinsel. Der Fußweg dorthin ist bei der Hitze  😆(inzwischen 25 Grad) ein wenig beschwerlich, erst mehrere 100m sehr steil den Berg runter, und dann 241 Stufen wieder hinauf...aber es lohnt sich, sieht sehr gut aus!  Und Fan von felsiger Meeresküste und Brandung sind wir ja eh. Hat sich gelohnt der Ausflug.Auf dem Rückweg zum Autohotel haben wir dann nach getankt und einen größeren Einkauf in einem Supermarkt gemacht. Essenszeug für die nächsten 2 Tage wurde gekauft, und ein bissel Wurst und Käse und Alkohol für daheim...

Kurz nach 6 haben wir dann noch das Krad auf den Anhänger geschoben und das Auto gepackt. Morgen stehen wir um 6 auf, schnell frühstücken und dann ab auf die Bahn. Wir wollen möglichst weit bis zur deutschen Grenze kommen. Das Zwischenhotel buchen wir dann erst nachmittags oder abends, mal schauen ob wir es bis Belfort schaffen...























Von Saragossa ins schöne Waldhotel unter Bilbao

 Der Anfang war heute bissel stressig. Wir packen zusammen, ich laufen mit Moppedzeug und Helm 5 min durch die Stadt zum Parkhaus. Die Ticketgeschichte mit dem Hotelausdruck funktioniert erstaunlicherweise, ich fahre mit dem Krad an den Rand der Fußgänger Zone und parke den Bock auf dem Fußweg. Dann laufen ich zurück zum Hotel, schnappe mir die Holde und das Gepäck, und dann geht es wieder zum Krad und wir können endlich losfahren. Es geht durch die Innenstadt zum Palacio de la Aljaferia, ein Palast/Schloss 15 min vom Hotel entfernt. Wir parken das Krad samt Gepäck auf einen inoffiziellen Parkplatz, und gehen in den Palast. Der sieht innen ein wenig aus wie die Alhambra, schon schick. Und es sind viele Bilder von Goya ausgestellt, der in Saragossa geboren wurde. 

Danach wieder aufs Krad, und zur nächsten Tankstelle. Saragossa wird mir auf jeden Fall als die Stadt der roten Ampeln in Erinnerung bleiben, was für ein scheiß Verkehr...

Wir fahren dann zügig nach Norden, langweilige Schnellstraße. In Alfaro trinken wir einen Cappu und essen eine Kleinigkeit. Unmittelbar vor der großen Stadtkirche - also Kirchen bauen können die Spanier!

Die letzte Stunde der heutigen Fahrt ging dann durch kurviges,bergiges und bewaldetes Gebiet, da stieg die Laune wieder an. Das gebuchte Hotel im Wald erwies sich als Volltreffer. Schönes Zimmer, schönes Restaurant, man konnte draußen sitzen und den Blick in die grünen Berge genießen... Nach der stressigen Großstadt eine Wohltat. 

Wir spielten dann bissel Karten, und am Abend aßen wir noch fein in dem Restaurant. Die Nacht war auch sehr gut, das Hotel hat uns wirklich gut gefallen. Es ist inzwischen echt ein Problem für uns anhand der Daten im Booking und Co gute Hotels auszuwählen. 




















Montag, 18. Mai 2026

Vom Mittelmeer nach Saragossa

 Heute verlassen wir das Meer leider wieder. 

Aber vorher noch frühstücken, in dem riesen Hotel mit den hunderten Leuten um uns rum erstaunlich unschön. Gestern in der Hotelbar war es noch ruhig und entspannt, den Trubel beim Frühstück möchten wir aber nicht öfters haben. Wir hassen halt viele Menschen.

Dann aufs Krad. Nach 20min tanken, dann noch nen halbe Stunde auf der Schnellstraße Richtung Nordwesten. Als dann die Hügel zu Bergen wurden habe ich das Navi auf kurvige Strecke umgestellt, und es ging die 1,5 Stunden auf kleinsten Straßen durch die Berge. Ganz wenig Verkehr, viele Kurven und Spitzkehren - wieder sehr schön! 1.200m war unser höchster Punkt.

Da wir irgendwann ankommen mussten gab's danach leider nochmal 130km Schnellstraße. Aber der Verkehr war gering, und wir konnten einem Einheimischen mit 120 hinterher fahren. Man hofft halt das die wissen wo die Blitzer stehen, erlaubt sind ja nur 90...

Halb 4 kamen wir dann in Saragossa an. Das Hotel lag mitten im autofreien Zentrum, nach dem ersten vorbeifahren mussten wir nochmal eine Schleife von 18min fahren, damit wir nochmal an die gleiche Stelle kamen. Alles nur Einbahnstraßen. Und im Gegensatz zu gestern war hier jede Ampel rot. Und das bei 25 Grad Lufttemperatur, und das Kühlergebläse schiebt noch die 100Grad heiße Luft vom Motor nach oben...sehr nervig. 200m vorm Hotel blieb ich dann an dem Beginn der Fußgängerzone stehen, und schickte Anja vor zum Hotel.

Sie klärte alles ab, wir trugen das Gepäck ins Hotel und ich fuhr das Krad dann zum mehrere 100 m entfernten Tiefgarage, an Stellen vorbei die ich dann zum dritten Mal sah... Und dann wieder zu Fuß zurück zum Hotel. Blöde Aktion, hätten wir wo anders buchen sollen.

Nach kurzem Ausruhen dann raus in die Stadt. Die Kathedrale ist direkt nebenan. Die ist riesig, und ganz anders als gewöhnlich aufgebaut. Ein Hauptschiff mit 2 Nebenschiffen, welche jeweils an den äußeren Enden einen großen Turm haben. In der Mitte des Hauptschiffes eine große Kuppel, und daneben noch mehrere kleineren Kuppeln. Und dann im Hauptschiff fast in der Mitte eine eingebaute große Kapelle, das Hauptschiff ist dadurch quasi in 2 Teile unterteilt -uch habe so etwas noch nie gesehen. Und wie immer alles ganz groß und prunkvoll. Die Kathedrale ist wirklich etwas besonders!

Nach der Pracht erstmal einen Cappu und ein Eis, auch sehr prächtig. Dann spazierten wir noch durch die Stadt, tranken gegen den Durst noch ein Glas Bier, und liefen noch bissel durch die Geschäfte. Um 8 waren wir dann wieder recht pflastermüde im Hotelzimmer.