Montag, 21. September 2026

Weiter nach Tintangel

 Nach ein paar stationären Tage geht es heute früh wieder los, den ganzen Krempel wieder einpacken... halb 10 sind wir auf der Straße. Ein letzter Blick auf den Mount Michael, und dann Richtung Nordosten. Nach wenigen Kilometern nimmt der Nebel wieder stark zu, es regnet zwar nicht und die Sachen werden nicht nass, aber man muss das Visier alle paar Minuten mit dem Handschuh abwischen und die Landschaft sieht etwas depressiv nach Starkregen aus. 

Aber die Straßen sind frei, nach ner Stunde haben wir Crantocken erreicht und machen dort an dem ewig tiefen Sandstrand eine Pause. Man sieht zwar nur paar hundert Meter weit, aber der Sand ist super und die Brandung hört man sehr stark. Das ist Urlaub, einfach mal ne halbe Stunde in den Moppedklamotten im Sand liegen und den Wellenrauschen lauschen! 

Dann weiter die Küste hoch, in Tregurrian schauen wir nochmal an dem Sandstrand den Surfern zu, aber so richtig Lust haben die heute nicht, liegen nur weit draußen auf ihren Brettern Rum und nehmen kaum mal ne Welle mit. 

14 Uhr sind wir am heutigen Ziel angekommen. Check In im B&B ist zwar erst 16 Uhr, aber wir versuchen einfach mal unser Glück. Alles kein Problem, wir dürfen sofort rein. Also das Gepäck runter vom Krad und ins Zimmer. Und dann erstmal 10min aufs Bett legen, kurze Mittagsruhe muss sein. 

Dann vor zum Cafe, der Mittags-Cappu mit bissel Gebäck ruft. 

Danach gehen wir noch die paar Schritte bis zum Tintangel Castle, eine Felseninsel mit Resten von Befestigungen von 12 Hundert oderso. Und König Arthur hat hier das Schwert aus dem Felsen gezogen.  Auf jeden Fall eine schöne schroffe Felsenküste mit ordentlich Wellen, das gefällt uns ja. 

Am Abend gab es dann im Pub um die Ecke ein Bier, und was leckeres zu Essen und noch ein Bier... Dabei wurde der nächste Tag geplant und das B&B für morgen Abend gesucht und gebucht. 

























Landsend

 Nach dem gestrigen Ruhetag ist heute wieder Action angesagt. Und das Wetter spielt mit, was haben wir wieder für ein Glück!

Wir fahren ohne Gepäck an die Nordküste nach Dt. Ives, und von da soweit wie möglich direkt an der Küste entlang nach Südwesten. In Pendeen halten wir an einer alten Kupfer oder Zinnmine an. Das Museen ist heute zwar geschlossen, aber man kann problemlos auf das Gelände. Die haben hier bis vor wenige Jahrzehnte wirklich direkt am Strand untertage das Metall abgebaut, große Teile der Grube liegt unter dem Meer. Ich wusste bisher nicht das es sowas gab... 

Die Küste ist hier sehr felsig und hat eine starke Brandung, sowas lieben wir ja! Da bleiben wir natürlich ne Weile oben auf den Felsen sitzen und genießen das Millionen Jahre alte Spiel der Elemente! 

Dann tingeln wir weiter die Küste entlang, immer mal wieder in die Sackgassen zum Strand hin einfahrend. Das Wetter ist inzwischen super, viel blauer Himmel und Sonne ☀️. Halb 2 erreichen wir dann Landsend. Wir laufen ganz vor bis zur Felsenspitze, und haben endlich den Südwestlichen Punkt von UK erreicht. Vor einem Jahr, im Juni 25, waren wir am Nordöstlichen Punkt, John O Groats. Zwischen beiden Punkten ist die weiteste Entfernung in UK, 800 irgendwas Meilen. 

Wir kaufen uns in einem Souvenirshop ein paar Postkarten und schreiben die dann bei einem Cappuccino in einem Cafe. 

Dann fahren wir weiter gemächlich die Küste entlang zurück nach Marazion. Wir stellen das Krad in der FeWo ab, ziehen uns schnell um und laufen runter zum Strand. Bei dem tollen Wetter wollen wir noch einen ausgedehnten  Strandspaziergang machen. 

Im Hotel Godolphin haben wir dann mit Blick auf den Strand sehr gut zu Abend gegessen.



























 
Juni 25 in Schottland, John O Groats. 


Samstag, 19. September 2026

Mehrere Tage in Cornwall

 Die etwas länger gebuchte FeWo ist zum Glück kein Reinfall. Wir schlafen super und alles funktioniert gut. Heute wieder ein Kradfreier Tag.  Am 12.Juni 2022 hatten wir die Klosterinsel Le Mont Saint Michel besucht, ganz großes Kino, richtig toll! Unmittelbar vor unserer FeWo ist der kleine Bruder von ihr, der St. Michaels Mount. Da geht es heute hin. Das Wetter ist mittelprächtig, geschlossene Wolkendecke und windig, aber warme 19 Grad und kein Regen. 

Wir wollten eigentlich erst Nachmittags bei Ebbe rüber zur Insel laufen, aber als wir vormittags beim Hafen vorbei kamen entschieden wir uns kurzfristig um und kauften uns Tickets und stiegen in das kleine Boot. Es schaukelte ein bissel und wir bekamen ein paar Spritzer Salzwasser ab, aber nach wenigen Minuten waren wir auf der Insel. Der Weg hoch zum Schloss war steil aber nicht sehr lang. Innen könnte man ein paar Räume besichtigen, die übliche Einrichtung wie halt eine normale englische Familie so wohnt. Von oben hätte man dann einen schönen Ausblick auf die Umgebung, blauer Himmel wäre jetzt toll gewesen, aber kann man ja nicht immer haben. 

Unten am Hafen gab's in einem Cafe dem Mittags-Cappu.  Dann müssten wir noch eine Weile auf Ebbe warten. Die ersten Mutigen liefen schon ne halbe Stunde vorher mit hochgekrempelten Hosenbeinen rüber. Wir liefen erst rüber als der Wasserstand 1cm betrug. 

Dann ging's noch ne halbe Stunde am Strand entlang Richtung Westen. In einem Strandcafe gab es den Nachmittags-Cappu, und dann liefen wir wieder ein ganzes Stück zurück zur FeWo, wo wir 17 Uhr eintrafen. 

Da wir unsere Ski-Bo daheim vergessen hatten kauften wir uns auf der Fähre ein ähnliches Kartenspiel namens Trio. Das Spiel ist aber ode und viel zu kurz. Wir können aber einfach die Minus-Karten als Joker nehmen und damit das beliebte Ski-Bo spielen... Funktioniert prima und die nächste Stunde verlief unter der gewohnten Spannung wer diesmal gewinnt... 👍🙂

























Am nächsten Tag war das Wetter recht mies, zwar mit 18 Grad recht warm und kein Regen, aber wolkig und neblig, Sichtweite 200.. 300m. Ist aber nicht schlimm, heute ist eh ein Ruhetag geplant. Wir fahren nur die Viertelstunde hoch nach St. Ives an die Nordküste. Dort ist der schöne Hafen voll von quirligen Leben. Wir schlendern den ganzen Hafen entlang und schauen uns in ein paar Touri-Geschäften um. Daheim in der FeWo essen wir dann 2 im Hafen gekaufte Pasteten, zu sehr lecker! Dann ein bisserl dösen und Ansichtskarten schreiben. Dann nochmal die 50m runter ins Dorfzentrum, bissel die Beine vertreten und die Karten einwerfen. 

Wieder in der FeWo gab's einen Cappuccino für mich, und die Spielkarten wurden ausgepackt..