Sonntag, 2. Februar 2014

Leipziger Motorradmesse 2014



Wie letztes Jahr war die Leipziger Messe für uns der Einstieg ins neue Motorradjahr. Zwei große Hallen voller Stände von Motorradherstellern, Zubehöranbietern und anderen Firmen und Vereinen mit motorradbezogenen Aktivitäten wurden angeboten. Dafür bezahlt man 12 Euro Eintritt und sechs Euro Parken fürs Auto.
Die Messe war am Samstag gut besucht. Neben vielen reiferen Menschen und Mitgliedern vom Motorradclub „Graue Wölfe“ waren auch viele jüngere Leute da, der Nachwuchs ist also nicht so Tod wie seit einiger Zeit verkündet wird.
Der KTM-Stand war für mich natürlich eine der ersten Anlaufstellen. Die Adventure geht unverändert ins neue Jahr, und ich sitze immer noch prima auf dem Bock. Dafür ist die Superduke neu – ein heißes Teil finde ich.


Der BMW-Stand war von alles Ständen am besten besucht, die neue BMW R nine T war vor Menschenmassen kaum zu sehen. Bisher kannte ich das gute Stück nur von Bildern und Videos und war begeistert. Der Begeisterung war leider beim ersten realen Blick schnell vorbei. Kein raues urbanes Männermotorrad wie ich dachte, sondern ein kleines zierliches Fahrzeug was meinen Vorstellungen so gar nicht entsprach. Marc hat sich nach zähem Kampf auf die BMW setzen können – begeistert war er nicht. Der von BMW aufgerufene Preis verwundert mich auch sehr, die R nine T soll 14.500€ kosten. Die technisch wesentlich aufwändigere BMW S 1000 R  ist schon für 12.800 Euro zu haben. Wahrscheinlich kann man sich mit der R nine T ein noch besseres Lebensgefühl kaufen, inklusive auf alt getrimmter Lederjacke und Dreitagebart aus der Spraydose. Wenn die Ninette im Laden steht werde ich sie mir nochmal anschauen, vielleicht hat sie doch noch innere Werte die ich auf der Messe nicht entdecken konnte.
Ein weiterer wichtiger Punkt für mich war das Thema Gepäck auf der KTM. Touratech und SW-Motech waren auf der Messe vertreten – ich habe mir bei beiden recht intensiv die Koffer samt Halterung angeschaut. Die Koffer von Teuertech finde ich besser, aber die Halterung kann man nicht wie bei SW mit Schnellverschlüssen abbauen. Ich werde also die Trax-Koffer von Motech verwenden, den ersten Koffer habe ich gerade bei Tante Louis gekauft (20%-Gutschein!). Das Thema Tankrucksack ist bei der Adventure durch die ungewöhnliche Tankform recht schwierig und es gibt nur ein paar Ausführungen die passen. Der von mir favorisierte Touratech-TRS „Touring“ passt zwar prima, kann auch schnell fürs Tanken hochgeklappt werden, hat aber innen eine riesige Ausbuchtung für den Tankdeckel. Ich kann also nicht wie bei dem Bagster der MZ einfach die DSLR und das Weitwinkelobjektiv in den TRS legen, sondern muss den Boden irgendwie auspolstern damit ich eine ebene Fläche habe wo ich die Kamera dann unterbringen kann – und das natürlich nur nach Öffnung des Erweiterungsreißverschlusses. Für mich keine befriedigende Lösung. Mal schauen was sich noch so ergibt – bis zum Nordkap ist ja noch jede Menge Zeit.
Letzter Punkt auf meiner Liste war der Punkt Kettenöler. Der Stand von CLS hat mir jetzt keine neuen Erkenntnisse gebracht, aber ich habe mich schon öfters mit dem Thema beschäftigt. An der Fireblade habe ich den Scottoiler montiert und gute Erfahrungen gesammelt (Kette bei 23 tkm montiert und bei derzeit 73 tkm noch immer im Einsatz). Ich plane auch bei der KTM ein Öler zu installieren, dagegen spricht der hohe Preis (249€) und die für mich unbefriedigende Zuführung des Öles auf das Kettenblatt (damit hatte ich bei der Honda gelegentlich Probleme).

Fazit: Der Besuch der Messe hat sich für mich gelohnt, es war eine schöner Start in die neue Saison und sie ist für das nächste Jahr wieder fest eingeplant. 

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