Sonntag, 30. April 2017

Rückfahrt von Genua nach Jena


Auf der Fähre war ich über das frühe Eintreffen in Genua (16 statt 19 Uhr) noch etwas sauer. Ich hätte noch 2 Stunden Richtung Norden fahren können, ich hatte aber noch auf Sizilien ein Hotelzimmer in Genua gebucht, nicht stornierbar.
Rückblickend war das aber gut, so konnte ich den Urlaub am Mittelmeer in wunderbarer Atmosphäre ausklingen lassen. Am Abend in Ruhe an der Promenade direkt am Meer bei Sonnenuntergang flanieren, und dort dann noch schön zu Abend essen….fein!
Genua am Abend - Abschiedsstimmung

 



Am Morgen bin ich dann gleich um 8 Uhr losgefahren. Schnell noch volltanken und dann auf die italienische Autostrada Richtung Milano. Die Visakarte hatte ich vorher schon in der Jackentasche deponiert, so konnte ich die Maut ohne Verrenkungen bezahlen.
Die Temperatur lag bei 16 Grad, vom angesagten und befürchteten Wintereinbruch war nichts zu spüren.
Rast und Einkauf an der Schweizer Grenze
Vor der Schweizer Grenze ein kleiner Stau. Aber ich muss ja eh anhalten. In der Raststätte gab es einen Kaffee, ein Croissant und ein Aufkleber. In Summe für 45€. Das gleiche Spiel wie im letzten Herbst, für 3 Stunden Autobahn bezahlt man 38€ an die Schweizer. Die Vignette ist dieses Jahr hellgrün, ich klebe sie diesmal auf die Rückseite der Gabel (im Handschützer wie im letzten Jahr war es mir doch zu auffällig).
Schweizer Autobahn Vignette
Schweizer Berglandschaft - schön!
Eine der vielen Pausen an dem Tag
Die weitere Strecke war mir nicht klar. Wenn es warm ist durch den höher liegenden San Bernadino – Tunnel LINK. Wenn es kälter ist durch den Gotthardt–Tunnel LINK - ist nicht so hoch wie die erste Route und dadurch wärmer und eisfrei, bedeutet aber für mich eine Stunde Umweg.

Da es bisher doch nicht so kalt wie befürchtet war wähle ich die kurze Strecke durch den San Bernadino. Gute Entscheidung, es lag zwar Schnee bis direkt unter die Leitplanke, aber die Straße war frei und trocken, und mit 4 Grad war der Gefrierpunkt auch weit entfernt. Das höher gelegene Stück war ohne Probleme zu befahren, ich bewunderte die schneebedeckten Berge ringsum, und wurde plötzlich durch einen roten Blitz geblendet. Da haben mich die Schweizer also mit ca. 90 in der 80er Zone erwischt … ich bin gespannt ob da was kommt und was es kostet.

Schnee am San Bernadino
Der Bereich um die Grenze am Bodensee war nochmal nervig, komplett vom Verkehr verstopft, nur Schritttempo möglich. Da ich aber noch im italienischen Fahrmodus war bin ich recht zuversichtlich durch jede mögliche Lücke links und rechts vorbeigeschlüpft.
Gegen 15 Uhr hatte ich Deutschland erreicht. Die Frage durchfahren oder hier pennen und morgen weiter stellte sich eigentlich nicht, das Wetter war gut, ich war topfit – also die 5 Stunden bis nach Thüringen durchfahren.
Um 8 war ich dann in Jena, schnell noch an der Tanke einen Blumenstrauß kaufen….

1000 km bin ich an dem Tag gefahren, ich kann mich nicht erinnern solch eine lange Strecke mit dem Motorrad gefahren zu sein. Bisher hatte ich nach längeren Autobahntagen immer Probleme mit Rücken und vor allem der Sitzfläche. Heute war ich aber noch prima drauf, nix tat weh. Liegt vielleicht an der Radler-U-Hose die ich seit diesem Jahr zum Kradfahren anziehe…
Damit ist eine wunderbarer Tour zu Ende, alles hat geklappt und nix Schlimmes ist passier…super 2 ½ Wochen. Noch 2 Tage ausruhen und dann geht’s wieder in die Salzmine, das Geld für die nächste Tour muss verdient werden!        

Knapp über 1.000 km am Tag! Die Geschwindigkeiten stimmen aber nicht

Daten der gesamten Tour - war doch ganz schön weit!
Übrigens, auf der deutschen Autobahn hat meine KTM die 70.000 km Marke überschritten! Nächstes Jahr mache ich die 100 tkm voll!

Kommentare:

  1. Mein Respekt du "Iron Butt", da hast du die Messlatte ganz schön hoch gelegt.
    Schön das du wieder gut zu Hause angekommen bist.

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  2. Ich hab nachgelesen: Für den Iron Butt muss man 1.000 Meilen in 24h zurücklegen, nicht km!
    Also 1.600 Kilometer - das überlasse ich dann doch lieber Werner! ;-)

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