Montag, 4. September 2017

Zwischen Sommer- und Herbsttour


Nach der Monstertour mit x tausend Kilometer in 2..3 Wochen klingt bei mir der Fahrdrang immer etwas ab. Die nächsten 2..3..4 Wochen steht das Krad in der Ecke und wird kaum bewegt. Dafür muss das Fahrrad herhalten, leider kam es dabei zu einem heftigen Abflug. Mein schlimmster Zweiradunfall seit 13..14 Jahren (Grübel - Wann hatte ich den Subaru Forester in der Schweiz von der Straße geschoben...?).
Fahrrad statt Krad, und dann leider volle Kanne gegen den Stein. Aber zum Glück ist nur der Schlauch kaputt
Die Moppedunlust habe ich jetzt wieder überschritten, an den Wochenenden geht’s wieder ins Umland nach Anhalt, Bayern, Sachsen oder in den Thüringer Wald.
Die 80 tkm-Marke habe ich auf einer schönen Drei-Talsperren-Tour (Hohenwarte, Bleiloch, Talsperre Zeulenroda) geknackt. Ich war etwas abgelenkt und habe den Moment total verpasst…aber dafür musste ich auf der Bleilochtalsperre im kleinen Boot nicht paddeln sondern durfte die Aussicht geniessen...
Die 80 tkm-Marke ist überschritten
Die Herbsttour steht jetzt. Marc hat bei seinem Hapkido-Freund eine Ferienwohnung klar gemacht. 10 km von der österreichischen Grenze entfernt, kurz über Kufstein. Anfang Oktober geht’s los, eine Woche mit den Jungs durch die Alpen – ich freu mich!
Klitzekleine Wasserdurchfahrt, was größeres finde ich hier nicht
Burg Gnandstein bei Altenburg
Vor Colditz
Und bei Meerane
Über nächstes Jahr mache ich mir schon intensiv Gedanken, vielleicht wird’s die erste geführte Tour für mich geben, weit weit weg…der fremde Kontinent lockt!

Fahrspaß auch ohne Motor, aber ab jetzt etwas vorsichtiger

Dienstag, 1. August 2017

Tour zu Ende - wieder daheim



Die Nacht im Zelt war prima, wieso haben wir das nicht die ganze Tour gemacht? ;-)
Marcs Zelt bei Dunkelheit
Beim Zeltabbau habe ich aber seit Italien etwas Routine verloren. In Badelatschen und kurzer Hose alles abgebaut und auf dem Mopped verstaut, und als alles fertig zur Abfahrt ist und ich nur noch Motorradhose und Stiefel anziehen muss stehe ich plötzlich ohne Socken da, hatte ich glatt vergessen draußen zu lassen. Aber da alles so schön verschnürt war bin ich nackt in die Stiefel geschlüpft, geht auch.
Nach einem kurzen Tankstellenfrühstück nehmen Marc und ich das letzte Stück in Angriff. Für mich nur 160 km, 3 Stunden Fahrt durch Bayern und Thüringen. Kurz nach 1 war ich dann zuhause. Haus steht noch, Fische im Aquarium leben auch noch – alles gut!
Als Zweiter nach Sven wieder zuhause
Mein heutiger Standort, ganzes Stück weg vom Schwarzem Meer
Damit ist die große Sommertour 2017 zu Ende.  Super Zeit gehabt, sehr viel gesehen, über 7 tkm gefahren, Karre einmal umgeschmissen – ansonsten keine Probleme gehabt … eine ganz normale Tour eben!


Am Abend gleich nochmal aufs nächste Zweirad



Montag, 31. Juli 2017

Deutschland erreicht

Am Morgen leckeres Frühstück im Hotel. Dann großer Abschiedsschmerz, Sven fährt ab hier eine andere Route nach Stuttgart. Kurz vor der Abfahrt noch ein paar Umarmungen, schön war die Tour!
Dann gings für Marc und mich weiter durch Österreich bis kurz über die Grenze in die Nähe von Kufstein. Dort schauten wir kurz bei einem Sportsfreund vom Marc vorbei.
Mittags gings weiter Richtung Heimat. Direkt am türkiesblauen Chiemsee fuhren wir vorbei, konnten aber aus technischen Gründen nicht anhalten. Quer durch Bayern ging es über halbvolle Bundesstraßen, viele LKW aus dem Balkan waren unterwegs.
Kurz vor 7 waren wir dann am Ziel, ein Campingplatz bei Pottenstein in der Oberpfalz, meiner alten Heimat.
Hier haben wir zum ersten und einzigsten Mal unsere Zelte aufgeschlagen, damit wir sie nicht ganz umsonst mitgeschleppt haben. Die Campingplatz – Gaststätte war total überfüllt, also gings in kurzer Hose und Helm 5 km durch den Wald, ein herrlichers Fahrgefühl bei der Hitze!

Kurz vor der Abfahrt vom Hotel

Abschied von Marcs Freunden

Kurze Pause unterwegs

Auf einem Campingplatz bei Pottensten / Oberpfalz
Unsere zwei Zelte, das einzige Mal benutzt auf der Tour


Sonntag, 30. Juli 2017

Italien und Österreich


Nach einer kurvigen Stunde durch Slowenien passierten wir heute vormittag die Grenze nach Italien. Dann ging es bis Mittag über eine recht eintönige Strecke durch Italien. Die Berge tauchten dann recht überraschend vor uns auf, zusammen mit sehr dunklen Wolken. Die entgegenkommenden Motorradfahrer hatten meistens Regensachen an. Also sah es wirklich so aus das wir in den dicksten Regen fahren mussten. Also anhalten, wo nötig das Regenmembran eingehängt und die Belüftungsöffnungen geschlossen – alle Schotten dicht!
Es ging aufwärts, der Plöckenpass empfing uns mit Spitzkehre über Spitzkehre, so dicht das die Straße im Navi ein einziger roter Block war. Und etwas Nieselregen setzte ein, hörte aber nach ein paar Minuten wieder auf – das wars zum Glück mit dem dicken Regen, am restlichen Tag hatten wir höchstens noch nasse Straße.
Oben auf dem Pass lag die Grenze zu Österreich, schnell wie inzwischen üblich ein Gruppenbild mit dem geschenktem Selfie stick gemacht… nach der 12 Grenze ist uns das nicht mehr peinlich.
In Österreich fuhren wir zur Großglockner Hochalpen Straße, zahlten 25€ Maut und rasten den Berg hoch. Ganz hoch bis zur 2.571 m hohen Edelweiß Spitze. Von hier hat man einen beeindruckenden Blick auf die umliegenden Berge und den 3.798 m hohen Großglockner. Oben gab statt Mittag ein Apfelstrudel mit Vanillesoße und ein Cappuccino…. Sehr fein!
Dann noch schnell die kurvenreiche Abfahrt versauen und 5 km weiter zum Hotel in Fusch am Großglockner. Wie immer das Hotel beziehen, das Zimmer in Windeseile mit unserem Krempel vollstopfen und ab unter die Dusche.
Dann ab in die Wirtschaft zum Wiener Schnitzel.












Samstag, 29. Juli 2017

Kroatien und Slowenien


Heute ging es wieder ohne Frühstück los. Die Moppeds wurden sofort nach 5 Minuten betankt, für die Fahrer gabs erst nach 45 min zwei Baguette und eine Salami aus dem Supermarkt an der Strecke.
Wir fuhren von Zadar in Richtung Norden auf die Insel Pag, eine Mondlandschaft aus Felsen und Steinen… Durch diese Gegend ging es bei 32 Grad über die Landstraße, welche voller Touris aus ganz Europa war.
Gegen Mittag erreichten wie die Fähre nach Prizna. Die Autoschlange fing schon Kilometer vorher an. Wieder fuhren wir links dran vorbei,und sparten Stunden an Wartezeit.
Die Fahrt über die kurze Strecke zum Festland kostet 47 Kuna, knapp über 7 €. Die Fahrt selbst dauerte nur eine Viertelstunde. Auf der Fähre waren auch 6 Norweger mit Sportmaschinen, die hatten eine wesentlich längere Anfahrt als wir!
Dann gings weiter auf dem Festland, immer noch durch Steinwüste und Hitze. Die Norweger fuhren vor uns von dem Schiff los, waren aber sehr norwegisch auf der Straße unterwegs und wurden rasch von Sven hergebrannt.
Die Wärme von 33 Grad macht einen in den dicken Moppedklamotten fertig, auf Dauer hilft selbst der Fahrtwind nicht. Deswegen bogen wir sobald wie möglich in die Berge ab, Richtung Slowenien. Hier oben ist es kühl, grün und sehr sehr kurvig. Wir ließen es richtig krachen und genossen die letzten 2 Stunde des Tages.
Der Grenzübertritt nach Slowenien war wieder problemlos, nur die junge blonde hübsche Grenzerin sah mir so intensiv ins behelmte Gesicht, das ich schon überlegte was ich falsch gemacht hatte.
Abends im Hotel, das übliche, lecker Essen und ein… zwei Bier.
















Freitag, 28. Juli 2017

Kroatien und Mittelmeer

Heute haben wir das siebte Land und das zweite Meer unserer Reise erreicht.
Am Grenzübergang Posusje fuhren wir recht frech an der langen Autoschlange vorbei und drängelten uns vorn wieder rein, gemeckert hat aber niemand. Einreise nach Kroatien verlief wie üblich ohne Probleme, nur einer von uns weiß jetzt auch das man die Grenzanlagen nicht fotografieren sollte.
Die bosnische Grenzstation ist eigentlich nur ein Blechdach mit 2 Häuschen drunter, die kroatische Seite sieht wesentlich imposanter aus, und sie bauen wie verrückt am weiteren Ausbau der Anlage.
Es ging weiter durch Kroatien Richtung Split. Nach der tollen Strecke gestern war es hier etwas langweilig, kleine gelbgraue Berge, mit Büschen bewachsen, wenig Kurven....und das bei 30 Grad. Wenigstens konnten wir fahren und mussten nicht durch größere Städte wo man an der Ampel den Hitzetod stirbt.
Mittag gabs dann in einer Gaststätte das erste Essen des Tages. Totgebratenes Fleisch zu überteuerten Preisen...
An Split fuhren wir außen vorbei und erreichten gegen 16 Uhr Zadar.
Die Pension fanden wir sehr schnell, aber kein Mensch war da. Also schnell die angegebe Telefonnummer angerufen, 3 Minuten später kam ein Mann mit den Schlüssel vorbei.
Duschen, ausruhen, nach 18 Uhr gingen wir runter in den Hafen. In der Yachtbar ein Bier, im Bar&Grill Club ein schönes Abendessen, und dabei der Sonne zuschauen wie sie im  Meer versinkt...Urlaub ist schön!🙂
Auf dem Rückweg zum Hotel sprangen wir nochmal kurz in U-Hose ins Mittelmeer. Ein Bad unter Sternenhimmel....