Freitag, 15. März 2019

Saisonstart 2019

Diesen Winter hat sich das Nicht-Saisonkennzeichen kaum gelohnt. Wir sind nicht wirklich gefahren. Aber ein paar Sachen sind doch geschehen.
Einziges Zweiradim Wintereinsatz
Wie jedes Jahr Anfang Februar geht’s nach Leipzig zur Motorradmesse. Diesmal allerdings schon Mitte Januar. Am Anfang hatte ich mich über die Besuchermassen auf dem Parkplatz gewundert, sollte diesmal wirklich so viel los sein? In der Vergangenheit ist es ja eher nach unten gegangen.
Vor dem Eingang dann die Auflösung des Rätsels – zeitgleich fand eine andere Messe (Pferde oderso) statt und viele Leute gingen dort hin.
Die Messe belegte diesmal nur 1 ½ Hallen, und da sind die Futter-Bereiche und Freiflächen schon mit gezählt. Viele Aussteller waren diesmal nicht da (Honda Yamaha Suzuki Triumph BMW…), richtig tote Hose. Aber die Krönung war die Vorstellung von MONSTER. Sonst mit mehreren Trail-Motorrädern am Start, so mit Verbrennungsmotoren, Drehzahl, Motorensound und so – richtig für Stimmung sorgend. Diesmal war eine lautlose Trailmaschine im Einsatz,  komplett ohne Motorengeräusch. Und ein Fahrrad. Ja Fahrrad! Auf einer Motorradmesse hüpfte da irgendein xfacher Fahrradmeisterhansel auf seinem Drahtesel durch die Gegend und machte irgendwelche komischen Kunststücke. Abwechselnd mit dem lautlosen Mopped. Das ganze lief ab bei Totenstille, sowohl von den 2 Akteuren, als auch vom Publikum. Am Anfang dachte ich das wäre nur das Vorprogramm, aber da kam dann nix mehr, die meinten das ernst. Ich war etwas erschüttert, und kann Wochen später immer nur noch den Kopf schütteln.
Mal schauen was ich nächstes Jahr Anfang Februar mache… 

Seit gefühlten 10 Jahren fahre ich mit meinem Shoei-Helm durch die Gegend. Ich hätte gerne einen neuen Helm, mit Schild und Sonnenblende und so. 
Nolan N70-2 -- schöner Helm, wenn er denn passen würde
Die Geschichte mit dem Ami-Helm im letzten Jahr hat nicht geklappt Link. Das Teil liegt bei mir nur im Regal rum. Ein neuer Anlauf in diesem Jahr hat bisher auch nicht funktioniert. Nolan N70 und AGV AX-8 Dual Evo Crosshelm Link in Größe 65/66 passen mir auch nicht. Besonders der AGV war sehr eng, ich bin nicht mal bis zu den Ohren in den Helm reingekommen. Kopfumfang habe ich 66,5 cm, der Shoei mit 65/66 passt mir gut, aber ansonsten sieht es mau aus. Ich bin weiter auf der Suche. Interessant waren wieder die Erfahrungen im Fachgeschäft (also realer Laden mit Helmen zum anprobieren. Solche großen Größen sind natürlich nicht vorrätig, bestellen wollen sie aber auch nicht weil es unsicher ist ob der Helm mir passt. Da lobe ich mir den Onlinehandel.
Ich hoffe nur, dass die demnächst anstehende Fahrt über die Alpen nach Venedig nicht kalt und regnerisch wird. Dann beschlägt wieder die Brille und wenn ich dagegen die Belüftung auf mache kommen Wassertropfen durch die Belüftung und ich sehe auch nix mehr…

Mein 2014 gekaufter Tom Tom Rider hat mir letztes Jahr öfters Probleme bereitet. Er wurde während der Fahrt schlecht geladen, die Akkuanzeige war ständig leer und öfters kam die Warnung, dass er bald aus geht. Und von dem Motorrad getrennt hielt der Akku keine 5 Minuten durch. Die Pins der Halterung für die Stromversorgung hatten sie tief in die Kontaktflächen des Navis eingearbeitet. Reinigung / leichtes Abschleifen mit Glasfaserpinsel brachten nur kurzzeitig Besserung. Und der Akku selbst war nach der langen Einsatzzeit fertig.
Die Beschädigten Kontaktflächen
Reparieren oder Neukauf war jetzt die Frage. Ich war mit den Rider immer sehr zufrieden, und die Software der neueren Tom Tom - Navis gefällt mir nicht, im Auto hab ich so ein Teil. Also reparieren.
Eine Internetsuche ergab, dass ich nicht der einzige mit dem Problem bin, aber eine wirkliche Lösung außer Neukauf gab es nicht, Ersatzteile für die Kontaktflächen gibt es nicht. Also habe ich einen ebay-Verkäufer angeschrieben der Display-Reparaturen für die Tomtoms anbot. Er hatte noch eine komplette fast neue Gehäuserückwand. Für 45€ + neuem Akku gehörte das Teil mir.
Der Austausch war schnell gemacht! Sehr gut von TomTom, alles geschraubt, geklemmt und gesteckt – nach 5 min war der Austausch vollbracht. Ich hoffe das Teil hält jetzt nochmal 20 tkm mit der Kiloemme und knapp 100 tkm mit der KTM…
TomTom Rider V4 mit neuer Rückwand und Austausch-Akku
Man ist ja ständig auf der Suche, seine Ausrüstung auf Tour zu verbessern. Deswegen wollte ich möglichst kleine Überbrückungskabel mitnehmen. Falls was mit dem Akku ist, könnte man trotzdem noch den Motor starten. Bei der Suche stieß ich auf Powerbanks mit Kfz-Startfunktion. Klein, leicht, auch als Stromquelle fürs Handy nutzbar und nicht so teuer. Bei Amazon habe ich mir  eine recht leistungsstarke Powerbank von Yaber geholt Link.
Verarbeitung gut, Handling damit auch gut, ob die Klemmen auch an die Motorradverkabelung passen muss ich noch testen. Das Gewicht ist sehr gering, 400g oderso.Es wird eine Kapazität von 15000 mAh angegeben. Aber ich kann mein Handy von ganz leer bis ganz voll nur 2x aufladen. Der Handy-Akku hat 3340 mAh…macht nur 45% der angegebenen Kapazität. Mmh. Solange das Teil taugt den großen Kradmotor zu starten. Aber das habe ich noch nicht getestet, nach der längeren Standzeit sprang diesmal die KTM sofort an.





Dank Umstieg auf Android-Handy habe ich jetzt eine App, die sehr genau die gefahrene Strecke aufzeichnet. Ich kann also die gefahrene Tagesetappe aufzeichnen und abspeichern. Funktioniert gut, einfach zu bedienen und kein übermäßig hoher Stromverbrauch. Zuhause kann man dann die Strecke ins Google Maps werfen und weiß wo man Fotostopp oder Pullerpause gemacht hat.  










Wie ich schon schrub hat sich das Nicht-Saisonkennzeichen kaum gelohnt.Erst Ende Februar gabs dann mal ein paar schönere Tage am Wochenende. Sofort das Krad angeschmissen und 2..3 Stunden durch die Lande gefahren. Lief sehr gut und hat uns viel Freude bereitet.
Erste richtige Ausfahrt 2019
Wegen Überfüllung der Eisdiele nur ne Kugel auf die Hand

Um die lange Zeit bis zur großen Frühjahrstour nach Ostern zu verkürzen, gab es noch einen kleinen Abstecher an die Ostsee. Ein paar Tage auf Rügen am Strand spazieren gehen…
Überraschenderweise sind wir wieder im gleichen farbenfrohen Hotel gelandet wie bei der Tour mit Marc vor 2 Jahren Link.

In 6 Wochen startet unsere große Tour nach Venedig und Südost-Europa. Bis dahin muss noch einiges am Krad gemacht werden. Neue Reifen müssen drauf. Ich werde den gerade erst vorgestellten Conti Trail Attack 3 Link testen, mit dem Vorgänger war ich ja sehr zufrieden. Diesmal werde ich die Räder ausbauen und zur Reifenbude bringen. Sonst habe ich denen immer das ganze Krad auf den Hof gestellt. Beim Hinterrad werde ich dabei dann noch die Bremsbeläge tauschen. Dann sollte alles iO für den anstehenden TÜV-Termin sein (na ein paar Sachen muss ich vorher noch an- bzw. abbauen…)
Für die Unterbringung der Regenjacken habe ich mir noch Taschen für die Sturzbügel gekauft, passenderweise aus Griechenland. Mal schauen ob die Regenjacken dann wirklich in die Taschen passen, und ob wir die Jacken überhaupt brauchen? Letztes Jahr in Irland war ja eher Sonnenschutz angesagt.

Die ganz grobe Tourplanung in Griechenland (ein Strich mit MS Paint auf der Landkarte) hat sich jetzt schon wieder geändert. Wir wollen vom Fährhafen in Igoumenitsa über die Halbinsel Lefkas nach Süden fahren, da soll es auch sehr schön sein. Wir zählen die Tage bis es los geht!

Ansonsten wird es heuer hoffentlich ein paar längere Kurztouren geben, im Sommer muss noch irgendwas passieren und der Herbst muss auch noch gefüllt werden (die Dolos rufen)… Der MZ1000SF / Superduke-Fahrer hat SEIN Motorradjahr ausgerufen Link , hoffentlich kann ich da ein wenig teilhaben!

Samstag, 29. Dezember 2018

Erste Planungen für Griechenland Zwanzig – Neunzehn


Die Fährpläne fürs nächste Jahr sind endlich im Internet. Deswegen frisch ans Werk und die große Tour des nächsten Jahres geplant.
Wir werden Ende April wieder an einem Donnerstagmittag losfahren, die 500 km Autobahn gen Süden so schnell wie möglich runterreißen. Am Abend in ein Hotel in Österreich schlafen, und am Freitag dann per Landstraße bis kurz vor Venedig fahren. Dort 2 Nächte im Hotel nächtigen, der ganze Samstag steht dann für Venedig zur Verfügung. Sonntagmittag fährt die Fähre in Venedig ab, um 14.30 Uhr am folgenden Tag sind wir dann in Igoumenitsa/Griechenland. Statt 390€ hat die Kabine zum Glück nur 230€ gekostet. Immer noch ein Haufen Geld, aber die Nacht auf der Fähre auf dem Gang rumliegen…das heben wir uns für die Rückfahrt auf.
Eingabemaske für Kontonummer und Zugangs-Pin, trotz vorheriger Eingabe aller Visakarten-Daten

Gebucht habe ich wie immer über Direct Ferries. Bezahlen wollte ich auch wie immer mit meine Visa-Karte. Nach Eingabe der Kartendaten inklusive der dreistelligen aufgedruckten CVC-Nummer wollten sie diesmal aber noch meine Kontonummer und mein Zugangspasswort fürs Onlinekonte. Ohne diese Eingabe gings nicht weiter. Ganz neue Sitten, habe ich bisher nur von Vodafon gehört. Bezahlt habe ich dann via Paypal. 

Wie die Rückreise verlaufen soll wissen wir noch nicht, entweder wieder von Igoumenitsa oder von Patras nach Venedig. 


Die Hinfahrt und die Hotels der ersten 3 Tage sind gebucht, der Rest ergibt sich dann.
Jetzt noch ein paar Monate in Reiseführer und im Internet lesen, die 18 Tage Griechenland müssen ja mit Zielen gefüllt werden.
Die ganz grobe Planung gibt es schon, wird sich aber sicher noch etwas verändern. 

Samstag, 22. Dezember 2018

Herbst..


Der Herbst zieht sich immer sehr dröge dahin...

Anfang November versprach der Wetterbericht fürs Wochenende 12 Grad und Sonne. Bestes Herbstwetter für eine Nachsaison-Tour zum Fichtelberg – ist ja mittlerweile Tradition. Mit Marc wurde alles abgeklärt, klar dass der Fichtel am Jahresende nochmal besucht werden muss.
Am Samstag war es dann kurz über Null, im Laufe des Vormittages ging es noch auf +2 Grad hoch.(Zum Mars fliegen wollen aber nicht das Wetter von übermorgen voraussagen können…) – es war schlicht zu kalt um in Damenbegleitung auf den Berg fahren zu können. Der KTM-Superduke-Fahrer wurde informiert und absolvierte daraufhin wie gewohnt souverän die Tour und postet Bilder für die Leute zuhause.

Weil wir diesen Trip abgesagt hatten musste ein anderes Wochenende für eine kleine Tour gefunden werden. Wieder mit Marc ging es nach Wermsdorf. Schön Mittag essen und das Schloss Hubertusburg anschauen!
Drei schöne Kräder vorm Schloß Hubertusburg in Wermsdorf
Bekannte Hauptdarsteller
Und der neue Star auf der Bühne
Die neu gekaufte Susi muss eingefahren werden. 1.000 km müssen schnell runter damit der erste Service gemacht werden kann und das Mädel Gas geben kann. Runter nach Bayern, dort im Hotel schlafen und in einem großen Bogen über die Tschechei zurück nach Hause. Das neue Krad fährt prima, macht Spaß zu zweit durch die Lande zu gondeln.
In Karlsbad
Und viele kleine Fahrten durchs Umland haben wir auch noch gemacht.
Die neue V2-Suzuki...
...und mein Bock

Das neu angeschaffte Krad muss noch etwas verbessert werden.
Heizgriffe müssen an den Bock, das war sofort klar. Die Daytona Heizgriffe wurden überall recht positiv eingeschätzt. Also gekauft und angebaut. Einzige Problemstelle bei der Montage war der Gasgriff der Susi. Um den Heizgriff aufschieben zu können war etwas Schnitzarbeit erforderlich. Etwas nervig, aber eine halbe Stunde und ein Schnitt im Daumen später war auch der Gasgriff babyarschglatt und konnte mit dem Heizgriff bestückt werden. Der Anschluss der Heizgriffe wurde noch etwas angepasst.  Eigentlich sollen die Heizgriffe direkt an den Akku angeschlossen werden, die Steuerung soll erkennen wen man vergessen hat die Heizgriffe bei Motor Aus auszuschalten. Darin habe ich natürlich kein Vertrauen, die Griffe werden folglich über ein Relais vom Licht eingeschaltet.
Abgeschliffener Gasgriff, bereit für den Heizgriff
Beim Kotflügel am Vorderrad hatte Suzuki aus optischen Gründen mächtig gespart. Bei nassen Straßen spritzte der Dreck ungelogen bis zum Lenkkopf hoch. Für unter 30€ gibt’s ein Nachrüstteil, sieht auch nicht schlimmer aus als das originale Teil.
Kotflügelverlängerung
Sitzbankabdeckung, erstaunlich gute Qualität aus China für 44€
Bei unseren gemeinsamen Fahrten hämmert der KTM-V2 unter mir, und in meinen Ohren hämmert der Suzuki V2 via Funk in meine Ohren … geil!


Die bisherigen Herbsturlaube waren recht motorradbezogen. Es ging mehrfach in die Dolos und in die französischen Alpen. Dieses Jahr hatte ich ein wenig Angst vor schlechtem Herbstwetter, die gebuchte Ferienwohnung war dann doch etwas zu teuer um sie 90% der Zeit leer stehen zu lassen wie wir es im letzten Jahr gemacht hatten (und einfach in die Dolos weitergefahren sind). 
Deswegen wurde es ein kleiner Rentnerurlaub: Auto mit Fahrräder hinten drinne – und ab nach Österreich.
Es war trotzdem eine sehr schöne Woche, Radfahren und wandern um den Wolfgangsee bei schönsten Sommerwetter – Leben kann schön sein!
Der Wolfgangsee




Wie üblich die ersten Planungen fürs nächsten Jahr. Das eigentlich obligatorische MZ-Treffen soll diesmal irgendwo im platten und kurvenarmen Norden stattfinden. Muss man sich das antun? Ich überlege noch…und unklar obs überhaupt stattfindet. 
Aber fest gebucht ist das MZ-Südtreffen. Mit Marc und 10 bis 20 anderen Kiloemmen durch den Schwarzwald donnern…das wird fein, sehr fein! Und vielleicht, wenn man einmal da unten ist… mal schauen! 
Im Herbst nochmal meine MZ in der Garage besucht
Alles i.O., irgendwann fährt sie wieder!

Zum ersten Mal wurde eine meiner Motorradtouren mit einem Fotobuch für die Nachwelt dokumentiert. Viele Stunden Arbeit sind reingeflossen, der Druck hat ein Haufen Kohle gekostet, aber jetzt liegt das gute Stück vor uns. Wenn man mal Fernweh hat schnappt man sich ein Glas Connemara Whisky und das Buch und versinkt auf der Couch in den Wellen des Atlantiks an dem irischen Wild Atlantik Way.
Ein Mittel gegen die aufziehende Herbstdepression ist wie üblich die Urlaubsplanung für nächstes Jahr.  Hin- und Rückfahrt stehen schon fest. Auf dem Hinweg nach Venedig und von dort mit dem Dampfer nach Igoumenitsa (Nordgriechenland). Die Rückfahrt dann von Patras (Südgriechenland) nach Venedig, wieder mit dem Dampfer. Ursprünglich war die Hinfahrt per Krad über den Balkan an der Adria gen Süden geplant. Aber wenn man sich die mögliche Strecke anschaut kommt im Urlaubsmodus mit hier mal schauen und da mal gucken sehr schnell mehr als eine Woche benötigter Zeit zusammen. Eigentlich ok, aber nach kurzer Sichtung der möglichen Ziele in Griechenland stellt sich sehr rasch der Zeitnot-Gedanke ein. So viele Ziele, so wenig Zeit… Also auch die Hinfahrt mit Schiff in 24h statt einer Woche absolvieren. Der Grundsatz „Aufs Wesentliche konzentrieren“  gilt auch hier! (Obwohl ich mir Albanien schon gerne angeschaut hätte…)
Die richtige Planung mit Datum und Abfahrtszeiten können wir aber aktuell noch nicht beginnen, die Pläne der Fähren gibt es schlicht und einfach für 2019 noch nicht. Nur eins ist bekannt, die Kabinen auf den Schiffen sind sau teuer. Wir überlegen noch ob es sinnvoll ist für 8 Stunden auf 6 m² über 350€ auszugeben.   
Ansonsten blättern wir hin und wieder im Griechenland-Reiseführer und Internet, bis zur Abfahrt sind es ja leider noch einige Monate. Die Tour wird auf jeden Fall legendär werden.


2 große Hobbys von mir vereint! ;-)