Dienstag, 5. Juni 2018

Sommer

 Der Stehenbleiber durch den Spritmangel hat mich etwas verunsichert. Nach mittlerweile 87 tkm sollte der Benzinfilter sicherlich schon komplett zu sein. Wechselintervall schreibt KTM nicht vor, aber vor einer großen Tour sollte man das schnell noch machen. Ist einfach durchzuführen, und kostet sicher nicht so viel. Bei der großen MZ hab ich das ja schonmal gemacht.
Benzinpumpe mit gebrauchtem Filter + Vorfilter

Mit 20€ für den Benzinfilter hatte ich gerechnet, KTM verkauft aber nur ganze Sets mit Benzinfilter, Vorfilter und diverse O-Ringe….für stolze 70€. Zähneknirschend bezahlt – hätte ich gewusst das es noch mehr wird hätte ich die Geschichte lieber gelassen.
Also Filterset gekauft, Benzin abgelassen und Benzinpumpe aus dem Tank nach unten rausgezogen. Nur der eine Schutzbügel muss dafür ab und 4 Schrauben später hält man die Pumpe in der Hand.
Die Pumpe wurde dann "fachmännisch" zerlegt und die neuen Filter und O-Ringe eingebaut. Das PDF-Reparaturhandbuch und einige YouTube Videos erklärten die Sache sehr gut.  
Filter und aufgeschnittener Vorfilter, nach 87 tkm eigentlich noch ok
Dann die ganze Geschichte wieder in den Tank geschoben, den Schutzbügel montierte ich lieber nicht sofort wieder, kluge Entscheidung. Nachdem ich den 5l Kanister in den Tank gekippt hatte der Druck auf den Anlasser. Statt dem gewohnten Motorenpoltern gab es neben dem Anlasser Geräusch nur ein kurzes „Plopp“,  und der Motor sprang nicht an. Mehrere Versuche klappten nicht, also Benzin wieder raus und Pumpe wieder rausgezogen. 
Es hat "Plopp" gemacht, abgesprengter oberer Topf der Pumpe
Der obere Kunststofftopf, welcher den Benzinfilter enthält, war in zwei Teile zerlegt. Es hat ihn regelrecht abgesprengt. Soviel zum Thema Fachmann. Keine Ahnung was ich falsch gemacht hatte, eigentlich sollte das Überdruckventil ganz oben in dem Topf aufmachen und den Kraftstoffdruck abbauen….
Ein neuen Topf gibt es bei KTM natürlich nicht einzeln, nur die ganze Pumpe für 360€ kann erworben werden. Bei ebay gibt es zum Glück diverse gebrauchte 1190-Teile, für 120€ ist eine Pumpe mit 19 tkm zu erwerben. Gekauft, bekommen, nicht angefasst sondern sofort eingebaut – und das Krad brummt wieder.
Tolle Geschichte, für fast 200€ habe ich jetzt eine halb kaputte Benzinpumpe mit neuen Filtern im Schrank liegen… Hätte ich lieber garnix gemacht. Der 87 tkm alte Benzinfilter hätte noch viele Kilometer problemlos funktioniert.

Fichtelberg im Spätfrühling


Kurz vorm nächsten Wochenende die Absprache mit dem Duke GT-Fahrer, wo wollen wir hin? Auf dem Fichtelberg war ich dieses Jahr noch nicht mit dem Krad. Also fix den Treffpunkt am Chemnitzer Stadtrand ausgemacht und los. Gutes Wetter, freie Straßen, prima Tour zum hohen Berg.
Meine schöne KTM, neben einer schönen Vorgängerin
Oben wie üblich viele Leute und ein Haufen Motorräder. Auch eine schöne KTM 990 Adventure (der Vorgänger von meiner), da stellte ich mich natürlich daneben. Vom Berg gings weiter zum Ehrenzipfel, neben dem sehr großen Motorrad gabs lecker Kaffee und Kuchen. Weiter nach Zwickau, vorbei an unserem Studentenwohnheim zum Alex, ein feines Eis muss noch sein.   
Danach WinkeWinke zum Marc und ab nach Hause. Sehr schöne Tour, nur für die Strecke vom Fichtelberg nach Zwigge müssen wir noch ein paar schönere Straßen finden.


Motorradtreff Ehrenzipfel

Auf ein paar kleinen Testrunden mit vollem Gepäck (Koffer und Rolle auf Heck) wurde schnell klar dass die Rolle zu weit vorne ist. Die Dame muss zu weit vor rutschen, sitz unmittelbar hinter mir und ich habe keinerlei Bewegungsfreiheit für Rücken und Kopf. Das geht auf Dauer nicht gut. Die Rolle muss weiter hinter, also muss die zusätzlich montierte Gepäckplatte weiter hinter. 
Testtour mit vollem Gepäck, zu zweit ist es enger als alleine.
Zurückverlegte Heckplatte, etwas russisch, aber funktioniert
Lösungen mit zwischengesetzten Aluplatten mit entsprechenden versetzten Gewindelöchern verwarf ich schnell. Es werden einfach 3 neue Löcher Ø8,5 gebohrt und die Platte wird ca. 50 mm weiter hinten verschraubt. Drei M8er Linsenkopfschrauben halten jetzt die Gepäckplatte samt großer Rolle in ihrer neuen Position. Dadurch ist eine Handbreit Platz zwischen uns, ich kann Helm und Oberkörper frei bewegen und bekomme dadurch keine Rückenprobleme auf der dreiwöchigen Tour.



In etwas mehr als zwei Wochen beginnt die große Sommertour. Eigentlich die erste Tour in diesem Jahr, bisher waren es ja nur Tagesausflüge. Ich bin schon kräftig am Packen (was nehme ich alles nicht mit…), und die rudimentäre Tourplanung ist auch schon abgeschlossen. Fähren auf die Insel und von der anderen Insel nach Hause sind schon gebucht, auch die Hotels in Frankreich sind schon fest. Ansonsten ist alles noch ungeplant, wir werden sehen wohin uns der Atlantikwind treibt.
Die geplante und durchgebuchte Anfahrt zur Insel. Statt 13h in 4 Tagen, soll ja Urlaub sein!
Ich freu mich sehr und kann es nicht mehr erwarten! Mal schauen wie die Tour zu zweit auf einem Krad so wird!

Fast jeden Tag kleine Touren mit Zweirad ohne Motor
Üben, üben üben....

Dienstag, 8. Mai 2018

Wieder ins Dreiländereck


Freitagvormittag, ich wiesele durch die Salzmine. Plötzlich piepst mich das Handy an, der Marc fragt ob ich am Wochenende was vorhabe. Kurzer Abgleich mit der Chefin – nein es liegt nix wichtiges an. Marc bucht ein Zimmer für uns mit - am Wochenende geht es nach Zittau ins Dreiländereck.
Wieder mal Autobahn, wenn es sein muß...
Nach einigen Schwierigkeiten läuft die KTM normal, es kann also losgehen. Wegen Zeugs am Vormittag konnten wir erst nach Mittag losfahren, bei 5..6 Fahrstunden über die Landstraße eigentlich zu spät. Damit Marc in Zittau nicht zulange warten muss ging es dann leider hinter Zwickau auf die Autobahn. Stupide Fahrerei, muss man halt durch. Kurz hinter Dresden ein längerer Stau, die Dosenfahrer bildeten vorbildlich eine breite Rettungsgasse. Dadurch kann man prima in der Mitte durch den Stau fahren. Da der Verkehr stand und Leute aus den Autos ausstiegen gings aber nur vorsichtig im Ersten Gang durch die Schlange.
Schöne Häuser in Zittau
Das Hotel war iO, das Abendessen super, die Gesellschaft angenehm, eine gute Art seinen Samstagabend zu verbringen.
Schloss Oybin
Marc mit Begleitung und KTM
Am nächsten Tag gings weiter zu Elli ins Grenzgebiet. Auf dem Weg dorthin kamen wir an Schloss Oybin LINK
Kelchstein - ich denk hier immer an Anjas Rock
 Danach wie vorletztes Jahr ein kurzer Abstecher nach Australien Link . Ich bin immer wieder erstaunt wie da die roten Felsen im sächsischen Wald stehen.
Kurz nach dem Mittag kamen wir bei Elli an. Käffchen trinken, lecker Kuchen essen und Marc durfte ein Ural-Gespann fahren. Selbst gefahren bin ich auch noch nie, nur eine kleine Runde im MZ-Boot hab ich mal gemacht. Das Fahren scheint Spaß zu machen, wäre im Winter bestimmt schön, aber da die Geschichte nicht billig nebenbei zu haben ist bleibe ich in der kalten Jahreszeit wohl bei Büchern und Whisky.
Der MZ / KTM-Fahrer auf Ural Gespann
Die Rückfahrt nach Hause verlief dann entspannt auf der Landstraße. Nach der peinlichen ADAC-Geschichte funktionierte die KTM wieder wie gewohnt ohne Probleme.
Kleine Pause an einem Teich in Ostthüringen

Freitag, 6. April 2018

Eine kurze Ostergeschichte in Bildern

Karfreitag, super Wetter! Rauf aufs Krad, nach Torgau den Marc zum Käffchen treffen.
So geht die Geschichte los, und so geht sie weiter:
Plötzlich war der Motor aus und sprang nicht wieder an....Warten auf den Abschlepper
Ein Bild der Schande.... ;-)
Das erste Mal das ich mit einem Krad liegengeblieben bin. Die ADAC-Plus-Mitglied-Geschichte funktioniert auf jeden Fall, 30 min auf den Abschlepper gewartet, und weitere 40 min später waren wir samt Krad wieder zuhause.
Heimfahrt im Abschleppauto, vorne wir, hinten drauf das Krad 

Das Krad wird im heimischen Dorf abgeladen...
    
       Zuhause angekommen sofort ins Auto und ab zur nächsten Eisdiele, ein angemessenes Frusteis war fällig!

Am nächsten Tag habe ich die KTM per Kanisterbetankung vollgetankt, 2,5 bis 3l waren vorher noch im Tank. Dann den Starter gedrückt und der Motor sprang sofort an wie tausende Male zuvor. Mmh, die beste Art von Fehler, tritt auf und am nächsten Tag geht alles wieder. Auch die 10 Minuten rumgefahre durchs Dorf bringen keine neuen Erkenntnisse, läuft ganz normal.

Am nächsten Freitag dann nochmal der Test, der Bock springt wieder nicht an. Toll, ich will doch am Samstag nach Zittau!

Also bissel am Krad rumfummeln, Benzinpumpe läuft an bei Zündung Ein – gut hörbar. Den Stecker zur Benzinpumpe abgemacht und wieder drauf – alles normal. Die Schnellkupplung zwischen Pumpe und Motor abgemacht und wieder drauf, geht recht schwer… Wieder ab und mit offenem Schlauch gestartet – es kommt natürlich kein Benzin beim Starten raus weil die Schnellkupplung beim Öffnen zumacht. Also mal mit einem Schraubendreher in die Kupplung gedrückt – Benzin spritzt etwas raus, Pumpe baut also Druck auf. Mit Schmackes die Schnellkupplung zusammengedrückt, wieder auf den Starterknopf gedrückt, und der Motor lebt. War das der Fehler?

Schnellkupplung der Benzinpumpe, Fehlerursache?
Vielleicht hat die Werkstatt beim Kühlertausch diese Verbindung gelöst und beim Zusammenstecken hat es nicht richtig KLICK gemacht??
Der Bock läuft wieder!
Eine Runde zum nächstem Dorf und zurück sagt ja! Mal sehen obs stimmt.

Morgen geht es 5 Stunden durchs Erzgebirge nach Zittau, am Sonntag dann wieder zurück. Mal sehen ob der Bock läuft oder ob die Gelben Engel wieder zum Einsatz kommen...