Freitag, 4. Oktober 2019

Ein Tag in Florenz

Heute steht Florenz auf dem Plan. Anfahrt 40 min über die Autobahn. Da wir den ganzen Tag in der Stadt rumlaufen wollen ziehen wir nur Jeans und Turnschuhe an und montieren beide leere Koffer ans Krad. Parken darf man in Florenz nur außerhalb, angeblich wird sogar die Einfahrt in die Innenstadt video überwacht und wenn ohne Erlaubnis reinfährt gibt's ne Strafe.... Ziel Florenz Innenstadt ins Navi eingegeben und rauf auf die Straße. Gleich hinter der Autobahnauffahrt muss man ein Ticket an der Mautstation ziehen, ich Knicke es einmal und stopfte es in meine kleine Tasche am Lenker. Die Fahrt über die Bahn ist recht kurzweilig, wie stark man doch auch mit Kleinwagen drängeln und dicht auffahren kann... Dann beim abfahren wieder die Maut-Geschichte, an Automaten ranfahren, Motor aus. Handschuh aus. Ticket rauskramen, glatt streichen und in Automaten stecken, Geldbörse rausfummeln, Münzen raussuchen und einwerfen, Geldbörse wieder wegstecken, Motor starten und durch die Schränke fahren, rechts hinstellen mit Warnblinke an um den Handschuh wieder anzuziehen, dann weiterfahren und aufpassen das man dabei nicht umgefahren wird.... Die ganze Mautsache ist extrem nervig für Motorradfahrer! Dann rein nach Florenz, sehr dichter Verkehr. Wir passieren ein paar Verbotsschilder mit italienischer Beschriftung drunter die ich nicht verstehe. Es geht durch enge Gassen mit einigen Fußgängern, 800m vorm Naviziel keine Ahnung was das war) kamen wir zueinem größeren Marktplatz. Dort war an einer Straßenecke zwischen 2 Roller ein Platz frei. Ich habe das Krad sofort in die Lücke gequetscht, kurz vorher hatte uns ein Rollerfahrer einen Parkplatz weggeschnappt. Wir stopfen die Motorradjacken in die Koffer, die Rückenprotektoren passten wie die Helme nicht rein, sie kamen auf die Sitzbank und wurden mit einem einfachen Fahrradschloß abgeschlossen. Dann 2..3 Screenshot mit dem Handy vom eigenen Standort bei Google. Maps gemacht, man möchte das eigene Fahrzeug ja wiederfinden. Zum Dom müssten wir nur 10 min laufen. Den ganzen Tag haben wir uns diverse schöne Sachen in Florenz angeschaut, sind auf Türme gestiegen und haben lecker gegessen und getrunken. Der Rückmarsch zum Krad verlief recht einfach. Alles war noch da, nur beim Anziehen wurden wir von ein paar kleinen Mädchen aus dem Fenster über uns mit etwas Wasser bespritzt. Die Hören haben sich dabei heftig amüsiert. Die Heimfahrt verlief diesmal quer durch die Stadt, wir mussten noch zu Ikea um etwas für die Ferienwohnung zu kaufen. Über 30 min Stau von Ampel zu Ampel. Mein Motor wurde dabei wieder immer heißer. Kühlwasser ist io, nur die Öltemperatur steigt immer weiter an. Früher war das nicht so, irgendwas mit dem Ölkreislauf stimmt wohl nicht. Bei 110 Grad sind wir beim Ikea angekommen. Dort schnell durchgelaufen und nach 10 Minuten waren wir wieder draußen. Rauf aufs Krad und auf die Autobahn, in Pistoia haben wir noch schnell Futter für das Frühstück eingekauft und 19.30 Uhr waren wir dann bei schönstem Sonnenuntergang wieder deheim in der FeWo.

Montag, 30. September 2019

Von Sterzing nach San Baronto und erster Tag in Pistoia

Lange ausschlafen und in aller Ruhe frühstücken, Urlaub ist schön! Dann wieder den ganzen Krempel zusammenpacken und auf die Kräder schnallen. Erst halb 11 sind wir damit fertig. 
Heute geht es stramm nach Süden bis zur Ferienwohnung in der Toskana. 
Der erste Teil ist schön kurvige, über das Penser Joch nach Bozen, knapp eine Stunde Fahrzeit. Über einige Spitzkehren geht es den Berg hoch, wir passieren die Baumgrenze und fahren durch die karg bewachsenen Hochgebirgslandschaft. Wie hoch genau das Penser Joch ist wussteich nicht mehr, von den 2.200 m war ich dann überrascht. 
Oben wie üblich angehalten und ein paar Fotos geknipst. 
Dann wieder runter ins Tal, wirklich schön zu fahrende Strecke mit wenig Verkehr. 
Den hatten wir dann zur Genüge in Bozen. Aber hier tanken wir nur kurz und machten 10 min Pause. Dann ging auf die Autobahn, 3,5h müssen wir jetzt runter reißen, auf der Landstraße wäre es doppelt so viel. Die Strecke zog sich ewig, Tank Pause mit Cappu und Crossiant, Pause mit 15 min im Schatten vom Klohäuschen liegen... und wir waren immer noch nicht da. So ein Kleinbus mit den Moppeds hinten drin wird mir immer sympathischer! 
An der von booking.com angegebenen Adresse angekommen eine kurze Sucherei. Wir wollen zur Nr. 29, es hört aber nach der 10 auf. Ich fahre noch einen kleinen Weg runter, ohne Erfolg. Aber wenden in 7 Zügen auf einer steilen schmalen Schotterpiste kann ich ja... 
Also den Vermieter über WhatsApp informiert das wir vor der Nummer 9 stehen. Er kommt sofort aus dem benachbarten Haus, wir müssen in die Nummer 8 und stehen direkt vorm Ziel. 
Er hat uns eine Flasche Rotwein mitgebracht und zeigt uns das Haus. Super Lage, schönes Haus, die Heizung erklärt er in schlechtem Italo-Englisch und die Wlan-Box zeigt er noch. Dann muss er wieder in sein Restaurant. 
Am nächsten Morgen wissen wir das die Kaffeemaschine nicht richtig geht und das WLAN kein Internetzugriff hat, ansonsten kommen wir hier ganz gut zurecht. 
Wir packen unser Kram aus und richten uns ein. Dann laufen wir die 17 min zum nächsten Restaurant und essen lecker Pizza und Nudeln.












Am nächsten Morgen will ich schnell fürs Frühstück einkaufen. Google sagt 6 min bis zum Coop (Supermarkt), das Navi braucht bis zu der Adresse 25 min... durch die engen Straßen hier kommt es kräftig durcheinander. Ich fahre erstmal in die grobe Richtung, nach ein paar hundert Metern findet das Navi sich dann und braucht nur noch 12 min zum Ziel. Dort komme ich dann auch auch an, stehe aber zwischen irgendwelchen Olivenbäume am Stadtrand. Scheiß TomTom, die Karte ist doch gerade erst aktualisiert.... Mit dem Handy in der Hand fahre ich dann noch um 5 Ecken bis ich vor dem Supermarkt stehe. Schnell einkaufen, und nix vergessen.
Nach dem Frühstück mit handgebrühtem Kaffee zogen wir die Mopped Jacken an und fuhren ca. 20 min lang nach Pistoia. Im Zentrum parken wir auf einem kostenlosen Motorradparkplatz und stopfen unser Zeugs in die leeren Koffer. Die Helme kommen auf den Sitz und werden mit einem Fahrradschloß angeschlossen. Der Tank Rucksack bleibt montiert, da ist eh nur für Diebe wertloser Plunder drinnen.
Dann laufen wir 3..4h durch die Innenstadt, schauen uns die schönen Kirchen an und setzten uns vor der Kathedrale in das Bistro Michi und essen eine Kleinigkeit.
Dann wieder mit Krad zum Conad, einem größeren Supermarkt am Stadtrand. Dort dann der Großeinkauf für den Rest der Woche. Immer wieder interessant was die in anderen Ländern für Frischetheken haben.
Danach noch die Ktm volltanken und wieder den kurvige Berg hoch zur FeWo.
Auf der Terrasse dann lesen, schreiben, schlummern bis die Sonne unterging und es zu kalt wurde. Tortellini zum Abendessen und dann mit dem Rotwein Glas auf die Couch.














Samstag, 28. September 2019

Herbsturlaub in der Toskana - Anfahrt über den Brenner bis nach Sterzing

Der letzte Arbeitstag war recht turbulent. Aber halb 8 fiel dann der Hammer und ich fuhr heim. Packen wollte ich dann nicht mehr, kann man ja noch kurz vor der Abfahrt noch machen.
Heute früh klingelte der Wecker dann auch schon um 6, frühstücken, Zeugs zusammenpacken, alles auf den Krädern befestigen... um 9 waren wir dann fertig zur Abfahrt. Beim losfahren fiel auf das der Susi-Tank nur noch für 60 km Sprit im Tank hat. Also noch schnell tanken fahren und dann Viertel 10 endlich auf die Autobahn.
Als wir losfuhren hat es schon leicht genieselt, auf der Bahn fing es dann hin und wieder zu regnen an. Und die sehr tief hängenden Wolken sahen bedrohlich aus.
Bis Bayreuth ging das Wetter so weiter, danach wurden die Wolken heller, der Regen hörte auf und ab und zu schien die Sonne.
Alle 60..90 Minuten machten wir eine Pause um Benzin und Cappu nachzuschütten. Zwei Mal war Stau, beim ersten ging gut voran durch die Rettungsgasse, beim zweiten war der Standstreifen der schnellere Weg.
Um 3 waren wir dann nach 440km in Kiefersfelden direkt vor der Grenze angekommen. Hier mussten wir von der Bahn runter, wir hatten uns ja kein Maut-Pickel gekauft. Ab hier ging nochmal 130 km über Landstraße weiter.
Sehr viele Ortschaften und Tempolimits, die Strecke nach Insbruck kann man vergessen. Neben Insbruck dann noch eine Straßensperre, wir trauten uns nicht trotzdem weiter zu fahren und mussten einen Umweg von 25 km machen.
Die alte Brennerstraße war relativ frei und mit bewölkten 15 Grad passte das Wetter auch.
Kurz nach 18 Uhr kämmen wir dann am Hotel in Sterzing an. Gutes Zimmer (soll auch so sein für fast 100e!), Parkplatz vorm Haus für die Moppeds - alles prima.
Ausladen, umziehen und nochmal ein paar Schritte in die Stadt laufen. Eine tolle Altstadt mit schönen alten Häusern, vielen Geschäften, Restaurants und Bars... gefiel uns sehr gut.
Dann zurück ins Hotelrestaurant. Das Steak für 28e muss es nicht sein, lieber ein gutes Wiener Schnitzel. War eine gute Wahl.
Um 9 sind wir dann richtig müde, ab aufs Zimmer.










Freitag, 30. August 2019

Probefahrt KTM 790 Adventure und 105 tkm-Service der 1190 Adventure


Die 100 tkm liefen vor ein paar Wochen auf dem Pilion in Griechenland über die KTM-Uhr. Jetzt bin  ich bei 106 tkm angekommen, Zeit für den nächsten Werkstatt-Service. Garantie habe ich inzwischen nicht mehr (bei 85 tkm habe ich ja nochmal ein Jahr Anschlussgarantie bekommen), ich müsste also die Intervalle nicht mehr einhalten. Aber 1 .. 2 Jahre muss die Tante Käthe noch laufen, also brav zur Werkstatt um den kleinen Service machen zu lassen (in den Kilometer-Bereichen muss man schon etwas rechnen, 105 tkm ist ein kleiner Service analog dem 15 tkm-Service).

Die Anfahrt zur 30 km entfernten Werkstatt erfordert immer etwas Logistik, ich lasse ja das Krad über Nacht da und muss folglich abgeholt und hingebracht werden. Diesmal war es aber sehr bequem, der Werkstattchef wusste das ich die 790er Adventure Probefahren wollte. Kurzes klärendes Telefonat vor dem Termin, ich bring meinen Bock vorbei und bekomme dafür die 790. Und am nächsten Tag wieder retour, nur den Tank soll ich wieder vollmachen.  Super Service, ich bin inzwischen wohl A-Kunde.  
KTM 790 ADV
Also am Donnerstag etwas früher aus der Salzmine verschwunden, schnell die normalen = Motorradklamotten angezogen und durch die Jenaer Innenstadt zur KTM-Werkstatt gedonnert.
Dort der Tausch, 1190 Adventure gegen 790 Adventure.
Der erste Eindruck wie üblich nicht so dolle. Meine 1190 ist durch diverse Umbausachen an meine 2m Körpergröße angepasst, die 790 ist noch im Serientrimm. Deswegen ist der Sitz zu tief, die Fussrasten zu hoch, der Lenker zu tief…trotzdem fühle ich mich gleich zuhause, die 790 ist schon halbwegs passend für mich. Der Motor rasselt enorm, kann für mich aber so störend sein weil mein Zubehörauspuff auf der 1190 so laut ist das die Motorgeräusche nicht mehr hörbar sind.
Das Getriebe der 790 ist wunderbar zu schalten, hier kracht meine 1190 wesentlich lauter. Die Hinterradbremse der 790 wirkt wesentlich besser als meine, keine Ahnung warum sie bei der 1190 so defensiv ausgelegt ist. Das volldigitale Cockpit der 790 ist gut abzulesen, wirklich Mehrwert bringt die Anzeige gegenüber den analogen Anzeigen meiner 1190 aber nicht.
Komischer breiter Tank unten, ansonsten sehr ähnlich meiner Kiste
Die Minderleistung der 790 ist eklatant zu spüren, man dreht rechts kräftig am Griff und die Landschaft wird nicht wirklich schneller und die Arme werden nicht lang. Der Unterschied zwischen 95 und 150 Ps ist sehr deutlich zu spüren, über das ganze Drehzahlband wesentlich deutlicher als ich vorher gedacht habe. Wenn man bei meiner Kiste am Griff zieht marschiert sie brutal voran, reißt richtig an, katapultiert dich so stark vorwärts das man lieber wieder das Gas etwas zu macht und trotzdem ein fettes Grinsen im Gesicht hat. Das fehlt bei der 790 völlig, es ist zwar ordentlich Beschleunigung da, aber ich überlege mir währenddessen ob ich morgen bei Oma Erna Pflaumen- oder Apfelkuchen essen möchte…
Ansonsten ist die 790 Adventure ein super Krad, wenn man die größeren Kisten nicht kennt kann man damit zufrieden sein. Mir ist sie zu klein und zu schwach, kein Krad für mich.
Arbeitsplatz auf der 790, vertraute Umgebung
Mäusekino, gut ablesbar
Am nächsten Tag ging es mit der weißen ADV wieder zum Händler, regnerisches Wetter, aber Handy und Geldbörse waren in extra Tüten wasserdicht verpackt. Kurz vor der Werkstatt noch getankt, 4l auf 95 km – sie braucht ne ganze Ecke weniger als meine. Kraft kommt eben von Kraftstoff…
Dann wieder der Tausch der Kräder. Meine Einschätzung der 790 kennt mein Händler schon, nix für mich. (Hatte er vorher schon gesagt.)
Beim 105 tkm-Service wurde nix gefunden, und er hat nur angenehme 214€ gekostet. In 15 tkm beim  120 tkm-Service sehen wir uns wieder.
Mein Männerkrad!
Sehr zufrieden bin ich dann wieder mit meinem Männermotorrad (groß, stark, laut) nach Hause gefahren. Ein kleines Stück über die A4 durch den 3km langen Jagdbergtunnel…nach den Blitzern den Motor bis zum Schaltblitz hochziehen und dann wieder bollernd runtertouren lassen…der Tunnel bebt wohl jetzt noch!

4 Wochen noch, dann geht’s mit 2 Krädern für 2 Wochen in die Toskana, ich kann es kaum noch erwarten!





Montag, 26. August 2019

Filmtipp: "Über Grenzen - Der Film einer langen Reise"


Dank KTM-Forum wurde ich Anfang August auf einen neuen Motorrad-Kinofilm aufmerksam.
Nach Anschauen des Trailers Link war ich etwas unsicher ob es sich lohnt, ne olle Oma die mit ner 125er in Begleitung zweier Kameramänner im Auto dahinter durch die Gegend fährt…erst mal den Termin in den Kalender eintragen und den anderen KTM-Fahrer einladen.

http://www.über-grenzen.de/
Die ersten Vorführungen fanden alle etwas weiter weg statt, aber Leipzig liegt ja noch in unserer Reichweite und genau in der Mitte zwischen Marc und uns.
Letztes Jahr sind wir zu „Egal was kommt“ noch mit dem Auto nach Weimar gefahren, es war damals über 30° warm. Hinterher habe ich mich deswegen geärgert.
Diesmal haben wir die Anfahrt standesgemäß mit dem Krad absolviert, auch wenn es 33° warm war (deswegen in Jeans und Turnschuh, auf der einen Stunde Landstraßenfahrt werden wir schon nicht umfallen).
Vor der Kino-Bar Link trafen wir uns mit Marc, zur Erfrischung gab draußen im Biergarten noch ein Radler bei schöner Livemusik.
Dann schauten wir uns den Film im relativ kleinen Saal an. Wir begleiteten die sehr sympathische Protagonistin auf ihrem Weg zur chinesischen Grenze und wieder heim. Sie wurde auf der 117 Tage langen Tour nur 12 Tage von den zwei Kameraleuten begleitet, es gab also keine Dauerbetreuung hinter der Kamera ala „Long way down“.
Der Film hat uns sehr gut gefallen, er ist sehr kurzweilig und lustig. Empfehlung von mir!

Filmtipp: "Über Grenzen - Der Film einer langen Reise"  Link zur Internetseite
Kino-Bar in Leipzig - Johannes Meier und
‍Margot ‍FlügelAnhalt
Nach der Vorstellung kam dann die Dame mit ihrem Regisseur und Kameramann auf die Bühne und plauderte ne halbe Stunde mit uns über den Film und ihre Reise.

Demnächst kommt von ihr auch ein Buch über die Reise, ich werde es mir bestellen. Link
Kurze Pause auf der Heimfahrt - am liebsten gleich weiter ins Pamir-Gebirge
Nach dem Film über das Verreisen und Flüchten vorm Alltag fuhren wir wieder nach Hause, und gingen am Montag wieder in die Arbeit…
 

Tag 6 – Von Kühtai über Vohburg nach Hause

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Tag 5- Von Meran nach Kühtai

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