Heute sollte es wieder mit dem Krad weiter gehen. Nach dem Frühstück bin ich gleich raus ans Gerät um die 3 Schlösser ab zu machen (man erzählt das in UK viele Motorräder geklaut werden, und die Einheimische haben auch immer Schlösser dran). Die beiden Bremsscheibenschlösser gingen problemlos ab, aber bei dem neuen fetten Kettenschloss wurde es interessant. Ich konnte den Schlüssel nicht bis zum Ende rein schieben, der letzte Riegel tief im Schloss rutschte nicht zur Seite und ich konnte das Schloss nicht öffnen. Weder mit Gefühl noch mit Gewalt, der Schlüssel ging nicht ganz rein. Auch leichte Schläge mit dem anderen Schloss halfen nicht weiter. Toll, das fette Kettenschloss habe ich mir erst vor Ner Woche bei Louis in Leipzig extra für die Tour gekauft, und bekomme ich es nicht mehr auf und muss mir jemand mit ner Akkuflex suchen...
Mittwoch, 16. September 2026
Weiter nach Exeter
Vorher aber noch Plan B, der Zweitschlüssel. Also hoch ins Hotelzimmer und ihn holen. Der ging aber auch nicht bis zum Ende des Schlosses rein. Also nochmal hoch ins Zimmer, Plan C ist jetzt Öl vom Kettenöler, welcher das Schloss gängig machen soll. Und damit ich nicht so viel Treppen steigen muss nahm ich als Plan D gleich noch mein Multitool mit.
Das Öl brachte auch keinen Erfolg, aber mit dem kleinen Schraubenzieher vom Multitool könnte ich den letzten Riegel tief im Schloss hin und her bewegen. Danach rutschte der Schlüssel ganz hinter, und das Schloss ging auf. Welche Erleichterung, es wäre sonst zu peinlich gewesen...
Dann wie üblich die Sachen zusammenräumen und in die Taschen stopfen, und dann den ganzen Krempel runter ans Krad bringen. Wetter war sehr gut, blauer Himmel, Sonne und 19 Grad.
Es ging eine Stunde über meist größere Straßen nach Durdle Door, einem sehr schönen Felsentor an der Küste. Wir gingen runter an den Strand und legten uns direkt davor für paar Minuten in den Kies. Dann weiter 1h Richtung Westen, in Lyme Regis gab's den Mittags-Cappu mit Apfel und Schokokuchen.
Nach einer weiteren Stunde Fahrt erreichten wir dann das heutige Hotel unter Exeter.
Die Fahrerei hier ist recht anstrengend, immer sehr viel Verkehr, alle naselang Kreisverkehre mit langen Staus davor... Und auf den kleineren Straßen braucht man wesentlich länger, und die vielen langsamen Lkw und Trecker usw kann man schlecht überholen weil alles eng und unübersichtlich ist und es viel Gegenverkehr gibt ...Das alle auf der falschen Seite fahren erwähne ich ja gar nicht ...😉