Nach der
regnerischen und überteuerten Schottlandtour hatten wir bissel die Reiselust
verloren. Deswegen ging es im Herbst nur für eine Woche mit dem Auto in die
Schwäbische Alb. Bei Sigmaringen buchten wir eine schöne Ferienwohnung, und von
dort fuhren wir dann jeden Tag durch die Gegend und schauten uns viele
interessante Dinge an. Ende Oktober dann noch ein paar Tage an die Ostsee, bissel
entspannen und bei den Großeltern ein Blümchen hinlegen.
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| Das Schloß der Hohenzollern in Sigmaringen, sehr schön! |
Mit dem Krad
wollten wir wenige Wochen nach der Schottlandtour wieder mal zum Fichtelberg
fahren. Wir kamen aber nur 4 km hinter die tschechische Grenze. Irgendwas war
komisch, wir hielten an, und das Hinterrad war voller Öl. Es kam vom Dämpfer.
Also umgedreht und wieder zurück nach Deutschland – da ist die
Abschleppgeschichte einfacher. Nach wenigen Kilometern Fahrt klimperte es. Nach
dem Halt fuhren wir dann nicht mehr weiter: Die Kolbenstange war gebrochen,
zwischen Schwinge und Rahmen war nur noch die Feder. So schlimm, wie man sich
das vorstellt, fuhr die KTM aber gar nicht – recht beschwingt, weil die
Dämpfung fehlte.
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| Irgendwo in Südsachsen, warten auf den ADAC |
Dann das
Übliche nach so einer Geschichte: Der ADAC-Schlepper brachte uns eine Stunde
später samt Krad zu seiner Werkstatt. Dort holte uns die Schwester ab und fuhr
uns heim. Das Krad kam dann zwei Tage später hinterher. Gut das uns das nicht
in Schottland passiert ist. Das wäre der krönende Abschluss gewesen. |
| Defektes Federbein, die Kolbenstange ist gebrochen |
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| Von Wilberts neu aufgebaut, die unbenutzten Originalteile gabs zurück |
Laut
KTM-Händler kann das Federbein nicht repariert werden, ein neues kostet 1.400
€. Bei eBay oder Kleinanzeigen gab’s nix, und wenn, nur zu unsinnigen Preisen.
Nach bissel Suche im Netz ist es dann ein Wilbers-Federbein geworden. Sie
nehmen ein originales Federbein und bauen da ihre Feder und Kolbenstange ein.
Mein defektes Federbein konnte umgearbeitet werden; für 700 € gab’s also ein
fast neues Federbein mit der alten elektronischen Verstellung.
Trotz der
erfolgreichen Reparatur macht man sich so seine Gedanken: Die KTM hat jetzt 130
tkm runter, und ein paar Touren wollen wir noch machen … Als Nächstes kommt
dann die Kupplung, dann was am Motor und so weiter. Und bei unserer derzeitigen
Reiseart (mit Auto + Hänger nach Randeuropa und dort dann drei Wochen eine
große Rundreise von 2 bis 3 tkm unternehmen) sind diese Ausfälle sehr
ungünstig. Also muss was Neueres her.
Eine grobe
Analyse mit Schwerpunkt auf „Was brauchen wir?“, „Was wollen wir bezahlen?“ und
„Wie ist das Angebot?“ führte dann zum Kauf einer – Trommelwirbel – 2015er KTM
1190 Adventure. Also haben wir ein identisches Krad gekauft, nur zwei Jahre
jünger und mit 40 statt 130 tkm. Der Vorteil war neben der bekannten Technik
auch das Zubehör-Geraffel: Ich kann das ganze Zeug einfach umbauen und muss nix
neu kaufen.
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| Die neuere Nummer 2 in neuen Heimathafen |
Mit dem
Umbau von Nummer 2 bin ich jetzt fertig, auch ein neues Navi ist installiert.
Das alte TomTom Rider von 2013 war jetzt kaum noch ablesbar bei Sonnenschein.
Anfang April hab ich sie zugelassen, der erste geplante Kurztrip fiel aber
wegen Dauerregen aus.
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| Und hier mit dem ganzen Zubehörzeugs von Nummer 1 |
Schon Ende April geht es wieder auf große Fahrt. Wieder
wird die Anreise mit Auto + Anhänger absolviert. Die jeweils 1.800 km lange
Autobahnfahrt können die ganz harten Jungs gerne auf Achse fahren, wir nehmen
da lieber das Auto. Die zwei Hotels für die Anfahrt sind gebucht, und auch das
Hotel, wo das Auto drei Wochen steht, ist fix. Die eigentliche Kradtour ist dann wieder total offen.
In weniger als 2 Wochen geht es los, wir freuen uns schon sehr!
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| Und der Kollege wartet dann Ende Juni auf uns! |