Donnerstag, 16. Mai 2019

Von der Vikos Schlucht nach Igouminitsa

Die Nacht oben auf dem Berg war angenehm still, kein wilder Verkehrslärm wie in manch anderen griechischen Hotels. Nach dem Frühstück unterhielten wir uns noch etwas mit dem Wirt. Er konnte nur ganz schlechtes Englisch, aber er findet Deutschland very good und Motorradfahren auch. Sehr freundlich der Mann!
Als wir losfuhren war es mir 8 Grad sehr frisch, aber die Sonne schien und es gab keine Regenwolken. Es ging ein Teil der Strecke wieder zurück, Spitzkehre links – Spitzkehre rechts … Auf em Weg waren viele Rinder auf und neben der Strasse. Ein Kalb stand seitlich am Rand, und als wir vorbeifahren wollten hat es dann doch Angst bekommen und rannte vor uns quer über die Straße zur anderen Seite. Wie schnell die rennen können!  Mit Sprit waren wir heute etwas knapp, wenn die gewählte Tankstelle ausfiel (geschlossen, seit Jahren nicht mehr vorhanden – die Daten im Navi sind nicht 100% verlässlich) hätten wir nur noch für unter 20 km Sprit im Tank. Und so kam es dann auch, am vom Navi behaupteten Punkt war keine Tanke zu sehen. Wir fuhren weiter durch das Dörfchen und in einer Seitenstraße waren dann 2 neue Tankstellen zu sehen die das Navi nicht kannte.
Nach dem Tanken ging es weiter mit vom Navi geplanter  „Kurviger Strecke“ Richtung Igoumintsa. Wieder über einsame schmale Bergstraßen wo extrem wenig Verkehr war. An einer Stelle wurden vor uns  Schafe über die Straße getrieben. Erst interessierten die Hunde sich nicht für uns weil der Abstand noch recht groß war. Dann kam doch einer zu uns gelaufen und inspizierte unser Krad.
Es waren heute sehr viele streunende Hunde auf der Fahrbahn. Nach der kalten Nacht legen sie sich wohl auf den Asphalt und lassen sich von der Sonne aufwärmen. Vereinzelt sind uns heute Hunde bellend hinterher gejagt. An einer Stelle mussten wir scharf links abbiegen, mit langsamer Geschwindigkeit   Aber genau dort lag eine Meute von 5 sehr großen Hunden auf dem Weg. Ich bekam große Augen und fuhr erstmal mit Schmackes gerade aus vorbei um zu schauen wie die Jungs so drauf sind. Sie waren aber total entspannt. Also hinter der nächsten Kurve gedreht und mit so viel Abstand wie möglich an den Hunden vorbei, immer bereit den Hahn voll aufzureißen falls doch der Jagdtrieb bei ihnen geweckt wird.
Ein paar Pausen später kamen wir kurz vor 4 in Igouminitsa an . Das Hotel liegt direkt gegenüber dem Hafen. Wir zogen uns um und gingen in das Hafenterminel. Mit der vor einer Woche gebuchten Fährfahrt geht alles klar, wir bekamen problemlos unsere Tickets. Nur darf hier der Motorradbeifahrer nicht mit auf dem Krad in den Hafen fahren. Anja soll zu Fuss zum Passagiereingang und dort dann abgefertigt werden, während ich mit dem Krad normal durch Gate 10 durch die Abfertigung fahre. Komische Geschichte, noch nie gehabt. Ich denke wir stellen uns erstmal doof und versuchen zu zweit durchs Gate zu fahren.
Am späten Nachmittag dann noch ein bissel durch die Stadt laufen, Cappuccino trinken und Waffel essen, für den Fährtag morgen was einkaufen und am Abend dann noch eine Kleinigkeit Essen.
Morgen geht's um 5 los. Wir kommen dann am Samstag früh um 7 in Venedig an.