Dienstag, 26. April 2016

Zurück in Deutschland.... Brrrr

Ich sage nur Brrr...! Den Tag heute verdränge ich sofort wieder!
Früh am Morgen kippe ich meine Trinkflasche in den Schlafsack,  dann muss ich bei Regen mein Zelt abbauen und dann fahre ich erstmal bis Mittag bei 2..4 Grad und Nieselregen über die französische Autobahn nach Westen. War das kalt!😨
Zum Glück gabs Mittags dann eine Pause für 2..3 Stunden,  trocken, 10 Grad und nur leicht bewölkt. Ich plante schon die Übernachtung auf dem Campingplatz und überlegte was ich mit meinem feuchten Schlafsack mache... Das Problem wurde mir aber abgenommen, gegen 3 Uhr fing es stark an zu regnen und hörte nie mehr auf. Und die Temperatur fiel natürlich auch wieder, ständig kam die Frostwarnung im Cockpit.
Und die französische Besonderheit: Bei starkem Regen in völlig durchweichtem Zustand die scheiß Maut bezahlen! Erst klemmt der aufgeweichte Reißverschluss vom Tankrucksack,  dann versucht man mit klatschnassen Handschuhen das feuchte Ticket in den Schlitz zu bekommen, wenn das geschafft ist versucht man als nächstes die Visakarte möglichst trocken in den Schlitzt daneben zu bekommen...und schmeißt sie dabei runter. Also Motor aus, Ständer runter, Mopped  abstellen - dabei knallt der linke Spiegel gegen den Automaten, absteigen und Karte aus dem Dreck aufheben. Endlich war die Visakarte im Automat, er wollte sie aber nicht. Also stattdessen die EC-Karte - wollte er auch nicht. Mmh, hinter mir dröhnte der Motor des LKW der als erster in der Schlange hinter mir stand... Aus lauter Verzweiflung nochmal die Visa rein - jetzt nahm er sie plötzlich doch - die Ampel wurde grün und die Schranke ging auf. Puh, Glück gehabt!  Ich war aber erstmal bedient und fuhr gleich hinter der Mautstation an den Parkplatz. Da es ja immernoch regnete fuhr ich gleich über den Fußweg unter das Vordach des Klo Häuschen. Erstmal verschnaufen und dann wieder alles einpacken.
18.30 Uhr bin ich dann endlich über die Grenze gefahren, bei 4 Grad und immernoch Regen. An einen Campingplatz verschwendete ich keinen Gedanken mehr, denn ich war inzwischen recht gut durchgeweicht. Also an der ersten Tanke bei nem Kaffee und ner Bocki auf Booking.com das nächste Hotel gesucht, 5 km weiter gibts für 67€ ein trockenes Zimmer und am nächsten Morgen ein schönes Frühstück - was will man mehr?
Jetzt liege ich hier im warmen Bett und schaue fern. Meine nassen Klamotten habe ich überall verteilt.  Erstaunlich was alles undicht war, die wasserdichte Hose ist durch und beide wasserdichte Stiefel. Und die Handschuhe sind vom mehrfachen An- und Ausziehen innen auch feucht.
Hoffentlich trocknet das bis morgen. Dann muss ich nochmal 600 km bis nach Thüringen fahren, ich bin gespannt wie das wird.

Der Tag heute klingt zwar nicht so toll, aber die 13 Tage davor machen ihn wieder wett!  Ich bin mit dem Krad nach Afrika gefahren - kann nicht jeder von sich behaupten!

Bilder gibts von dem nassen kaltem Tag natürlich keine.

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