Montag, 19. Oktober 2015

Herbstausfahrt am Sonntag – Kurvige Fahrt zur Moritzburg und 40.000 km mit der KTM



Nach dem doch recht durchwachsenen Wetter am Samstag überraschte uns der Sonntag mit strahlendem blauen Himmel und Sonne, ok die Temperatur könnte etwas höher als 2 Grad sein…
Abfahrt bei kühleren Temperaturen
Marc hatte als Ziel die Moritzburg Link vorgeschlagen. Was das war und wo das ist wusste ich zwar nicht, aber passt scho!
Unsere Strecke, wie üblich ohne Malerei auf der Straße
Kurze Pause, schnell den Jürgen würgen und einen halben Schokoriegel essen
Beim Losfahren erwies sich die Halterung vom neuen 400erter Navi als zu schwach, der Spruch neuer gleich besser passt wie üblich nicht. Aber im Tankrucksack kann das Teil auch positioniert werden, solange der Akku voll ist. Nach TomToms kurviger Strecke ging es über die allerkleinsten Landstraßen durch die allerkleinsten Dörfer gen Osten in Richtung Moritzburg (irgendwo nördlich von Dresden). Am Anfang war es recht frisch, gut das ich ne Griffheizung habe…. 

Moritzburg, wie gemalt
Nach stundenlanger Fahrt Kurve links – Kurve rechts auf 2,5m breiter Straße erreichten wir die Moritzburg. Hier wurde irgendwann zu De De Är – Zeiten ein Märchen verfilmt…. Keine Ahnung welches, ich hatte damals lieber Colt Seavers Link geschaut.  Trotzdem ist Moritzburg ein schöner Ort, das gelbe Jagdschloss vor dem blauen Himmel sieht klasse aus, und die vielen anderen Touris finden den Ort auch ganz toll. Wir haben unsere Rösser ohne zu bezahlen auf den Parkplatz gestellt, die Rösser der freien Kutschen ignoriert und den Weg durch den See zur Moritzburg per Pedes absolviert. Das Jagdschloss sah super aus, schön verspielt mit Figuren und Jagdtrophäen. Aber zum Bezahlen der Eintrittsgebühr reichte unsere Begeisterung dann doch nicht. Gegenüber dem Steak im benachbartem Gasthaus haben wir stattdessen natürlich sofort kapituliert, lecker war es.
Der Zeitpunkt der Trennung war gekommen, Marc fuhr mit fast leerem Navi gen Nordwesten. Mich zog es mit vollem Navi gen Westen in Richtung Sonnenuntergang. Nach der herzergreifenden Abschiedsszene (erst in 3 Tagen werden wir uns wiedersehen) fuhr ich auf meiner kurvigen Strecke gen Heimat. Naturgemäß die gleiche Strecke wie bei der Hinfahrt. Das wird langweilig, also den Schieberegler bei TomToms Kurviger Strecke ganz nach rechts geschoben, in der Annahme das die Planung weiterhin kurvig, aber etwas zügiger erfolgt. 
Auf der Rückfahrt, die schöne Stadt Meißen
Nervig, stundenlang in die gleißende Sonne fahren
Statt größeren Bundesstraßen ging es erstmal auf den gleichen kleinen Straßen zurück. Ich ignorierte diesmal auch eine Umleitung und fuhr über mehrere Fußgängerrampen an einer gesperrten Straße vorbei. Im realen Leben kann man übrigens bei 9 von 10 Straßensperren, inklusive Umleitung, einfach geradeaus durchfahren. Natürlich nur mit dem Mopped, und öfters ist eine Schotterstrecke dabei…aber die Umfahrung ist in der Regel nicht notwendig. Den Weg über die Fußgänger-Behelfsbrücke darf man dann natürlich nicht scheuen.
Merken: Schieber ganz nach rechts = Autobahn ohne Kurven
Nach dem Schotterabenteuer ging es 30 min weiter über die kleinsten Sträßchen. Plötzlich erschien eine Autobahnauffahrt vor mir, und TomTom wollte auffahren. Kurvige Strecke war programmiert – der HansHans wird sicherlich nur ein.. zwei Auffahrten benutzen und dann kurvig weiter über die Landstraße führen. Also  rauf auf die gehasste Bahn – wird ja nicht lange dauern. Nun, kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort. Zusammen mit der Anzeige „in 100 km wieder von der Autobahn abfahren“  blinkten vor mir die Warnblinkanlagen sämtlicher Fahrzeuge auf – ich fuhr geradewegs in den beginnenden Stau hinein. Argh…Scheisse..so ein Mist, typisch, immer ich… Hilft ja alles nix, also zwischen linker und mittlerer Spur durch die langsam dahinschleichende Dosenphalanx. Wiedermal kein Oberlehrer in Sicht, ich tuckerte problemlos durch den Stau, ca. 5 km weit bis zur Baustelle. Dort wurde die dreispurige Dosenbahn auf nur zwei Spuren verengt, und kurz dahinter steht ein zerdepperter PKW und ein LKW, Grund genug ganz langsam an der Stelle vorbei zu schleichen und den Kilometerlangen Stau auszulösen. Mir wurscht was die Dosen hier machen, weitere drei Kilometer später ging es wieder runter von der Bahn. 
40 tkm mit der KTM im zweiten Jahr
Nach ein paar Kilometer auf der schönen leeren Landstraße erreichte meine KTM die 40.000 km Marke. Zum Glück in einem Dorf, so konnte ich problemlos anhalten und ein Beweisfoto schießen.

40.000 km, kein schlechter Wert für mich, die Wintermonate weggerechnet macht das über 2.500 km im Monat. Und auch kein schlechter Wert für die KTM. Die Bilanz in Kurzform: Getauscht wurden Starter (stärkerer Starter der 1290) , Hauptständer (glatt durchgebrochen), 2 Blinker (Wassereinbruch) und linke Lenkerarmatur (Wassereinbruch, 2x Hupe Dauerton bei Regen). Alles auf Garantie ohne große Diskussion. Klar war die Honda Fireblade bei 73 tkm besser (LKL und 15€ Bremslichtschalter hinten). Aber so schlecht ist die 1190 nicht, vor allem wenn man bedenkt das der Starter und der Hauptständer eine Kinderkrankheit eines völlig neuen Modelles sind.
Kurz vor sieben kam ich zuhause an. Ein schönes Motorradwochenende war vorbei, wahrscheinlich das letzte in diesem Jahr!

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